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#285   Test!11.02.2003 - 23:10
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#284   Test!11.02.2003 - 23:10
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#283   Hauswurz Erich Kästner11.02.2003 - 23:10
Test!

#282   Test!11.02.2003 - 23:10
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#281   Test!11.02.2003 - 23:10
Dies ist G o o g l e s Cache von http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/rat/2000/eroeffnung.html.<br>Das Archiv von G o o g l e enthält Momentaufnahmen von Webseiten.<br>Unter Umständen wurde die Seite inzwischen verändert.Klicken Sie hier, um zur aktuellen Seite ohne Hervorhebungen zu gelangen.<br><br><br>Google steht zu den Verfassern dieser Seite in keiner Beziehung. <br>Diese Suchbegriffe wurden hervorgehoben: kohl brunnen israel <br> <br> <br><br>--------------------------------------------------------------------------------<br><br> <br>--------------------------------------------------------------------------------<br>[Homepage] [Aktuelles] [Aktionen] [Ratschlag] [Presse] [Friedensbewegung] [Friedensforschung] [Memorandum] [Regionen] [Themen] <br><br><br>Welt- und friedenspolitische Bilanz des Jahres 2000 - Auch die UNO in der Kritik<br>Eröffnungsbeitrag zum 7. Friedenspolitischen Ratschlag am 2./3. Dezember 2000 in Kassel<br><br>Vor einem Jahr haben wir uns an dieser Stelle ausführlich mit den weltpolitischen Folgen des NATO-Kriegs gegen Jugoslawien auseinandergesetzt. Wir waren uns im Klaren darüber, dass dieser Krieg zwar den definitiven Beginn einer neuen Ära der internationalen Beziehungen markiert, dass diese Zäsur aber eine längere Vorgeschichte hat. <br><br>Sie hat zu tun mit dem Ende der Blockkonfrontation, der Auflösung des Warschauer Pakts - dem die NATO bekanntlich nicht gefolgt ist - und, aus deutscher Sicht, mit der Wiedergewinnung der vollen staatlichen Souveränität. Die damalige Bundesregierung hat dabei Souveränität in erster Linie in alter etatistisch-militaristischer Tradition aufgefasst und gemeint, nun müsse Deutschland seine Interessen als Mittelmacht mit geopolitischen Ambitionen auch militärisch durchsetzen können. <br><br>Alles was danach kam, erscheint im Zeitraffer als die Vollstreckung des politischen Testaments des bajuwarischen Europavisionärs Franz-Josef Strauss, der früher davon träumte, dass der ökonomische Riese Deutschland kein politischer Zwerg bleiben dürfe. <br><br>Die Stationen der 1990 größer gewordenen Bundesrepublik auf dem Weg zur Großmacht sind friedenspolitisch Interessierten geläufig: Das begann mit Wahlbeobachtern des Bundesgrenzschutzes in Namibia, wurde fortgesetzt mit Sanitätssoldaten in Kambodscha, die sich aus Imagegründen fälschlicherweise als Engel von Pnom Penh bezeichnen ließen, fand eine noch stärkere militärische Komponente im Adriaeinsatz zur Beobachtung des Embargos gegen Jugoslawien und im ersten wirklichen Kampfeinsatz in Somalia, der übrigens kläglich scheiterte, weil selbst der Brunnen, den tüchtige Pioniere gebaut hatten, bald wieder versiegte. Die denkwürdige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 1994, wonach Auslandseinsätze der Bundeswehr als mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt wurden, wenn nur der Bundestag vorher seine Zustimmung gegeben hat, gehört genauso in die Geschichte der Militarisierung wie die nachfolgenden Weichenstellungen der Kohl-Kinkel-Rühe-Regierung bezüglich einer Teilnahme an Militärmissionen in Bosnien-Herzegowina und des - übrigens nicht vom Bundestag beschlossenen - Blitzeinsatzes in Albanien 1997. <br><br>Es gehört zu den großen Enttäuschungen des abgelaufenen Jahrzehnts, dass die Schröder-Fischer-Scharping-Regierung passgenau in die Fußstapfen der Vorgängerregierung trat und mit der Teilnahme am NATO-Krieg gegen Jugoslawien sogar noch einen draufsetzte. Die Ankündigung in der Koalitionsvereinbarung und in der Regierungserklärung Schröders 1998: Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik war vielleicht von manchem als Versprechen missverstanden worden, wo es sich doch nur um einen Versprecher gehandelt haben kann. <br><br>Der Bundesausschuss Friedensratschlag hat in einem Flugblatt zur Halbzeit der rot-grünen Bundesregierung in zehn Todsünden aufgelistet, was sich Berlin außen- und sicherheitspolitisch alles zu Schulden hat kommen lassen. Die völkerrechtskriminelle Energie von Rot-Grün dürfte ausreichen, um auch noch in dreißig Jahre die dann hoffentlich abgeschalteten Atomkraftwerke energetisch zu ersetzen. Dabei war dieses Sündenregister noch nicht einmal vollständig. Nicht erwähnt war z.B. das fortgesetzte Vergehen gegen ein göttliches Verbot, das etwa so lautet: Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen... <br><br>Bundeskanzler Schröder hat bei der Eröffnung einer denkwürdigen gemeinsamen Veranstaltung von Bundeswehr und Wirtschaft im Frühjahr dieses Jahres vor der Kamera der Tagesschau über seinen Duzfreund Scharping gekalauert: Von Rudolf lernen heißt Siegen lernen. Ich habe spontan verstanden: Von Rudolf lernen heißt Lügen lernen und konnte dem nur aus vollem Herzen zustimmen, hatten sich doch in der Zwischenzeit die schwerwiegendsten Vorwürfe gegen Jugoslawien in Sachen Völkermord, KZ, Hufeisenplan und Racak-Massaker als Medienerfindungen, Irreführungen und grobe Fälschungen aus dem Hause Scharping herausgestellt. Dabei gebührt jenen Journalisten und Medien Dank, die auch noch Monate nach dem Krieg nicht aufgehört haben, die dirty secrets, die schmutzigen Geheimnisse, die ganze Wahrheit dieses Krieges herauszufinden. Es wäre schön, wenn wir, wenn die Friedensbewegung in der Lage wäre, solche Männer und Frauen zu würdigen und auszuzeichnen, die ihren Beruf Ernst nehmen und sich nicht als Sprachrohr der Regierung und der Militärhauptquartiere missbrauchen lassen, sondern die wissen, was investigativer Journalismus bedeutet. Einen Friedenspreis für kritischen Journalismus zu stiften, das wäre eine lohnende Aufgabe für die nächste Zukunft. <br><br>Zum ersten Jahrestag des Beginns des NATO-Kriegs haben nicht nur hierzulande, sondern weltweit Veranstaltungen, Mahnwachen, Aktionen und Demonstrationen stattgefunden. Ein wenig Anteil an deren Zustandekommen haben auch wir gehabt mit unseren Verabredungen vom letzten Ratschlag, wobei ich ganz besonders hervorheben möchte die gleichlautende Anzeige in deutschen, österreichischen und Schweizer Zeitungen zum 24. März. Bedeutender waren aber zweifellos die Tribunale über den Krieg, die im April in Hamburg (da war es ein Hearing) und dann im Juni in Berlin und in New York stattgefunden haben. Die Anklageschriften und Protokolle sind eine wahre Fundgrube für Argumente gegen diesen Krieg. Bis ins Detail werden gröbste Verletzungen des Völkerrechts, des Grundgesetzes und - vor allem - des so genannten humanitären Kriegsvölkerrechts (also Verstöße gegen das Genfer Abkommen) aufgeführt und belegt. Zeugenaussagen haben das ihrige getan, um die Anklage gegen die NATO-Regierungen, die diesen Krieg befohlen haben, zu erhärten. <br><br>Nun gibt es seit 1993 in Den Haag auch ein von den Vereinten Nationen eingesetztes Sondertribunal, das Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien untersuchen und ahnden soll. Diesem Gericht wurde von Anfang an der Vorwurf gemacht, die politischen Interessen westlicher Staaten zu vertreten und einseitig gegen mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher zu ermitteln. Die Chefanklägerin des Tribunals, Carla del Ponte, tut übrigens alles, um solchen Vorwürfen neue Nahrung zu geben. Für sie steht fest, dass die Repräsentanten des jugoslawischen Staats, insbesondere Milosevic, nicht nur die Haupt- sondern die einzigen -Schuldigen der im Kosovo begangenen Bürgerkriegsverbrechen sind. Von Ermittlungen gegen UCK-Kämpfer und -Kommandeure ist mir nichts bekannt. Und um der Justizposse die Krone aufzusetzen, lehnte es Carla del Ponte beharrlich ab, wegen der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien zu ermitteln. Am selben Tag, als unser inoffizielles Tribunal in Berlin tagte, am 2. Juni d.J., erklärte sie vor dem UN-Sicherheitsrat in New York, es bestehe keine ausreichende Grundlage für derartige Ermittlungen. Zwar habe die NATO im Jugoslawien-Krieg Fehler begangen, zivile Ziele seien aber nie absichtlich angegriffen worden. Woher will das diese Frau wissen, wo sie doch noch gar nicht ermittelt hat? Warum darf die Chefanklägerin eines UNO-Gerichts einfach ignorieren, was schon während des Krieges und dann in den Monaten nach dem Krieg an Erkenntnissen und Belegen über die zielgerichtete Zerstörung ziviler Einrichtungen in Jugoslawien zusammengetragen wurde? Sind Fabrikanlagen, Krankenhäuser, Brücken, Eisenbahnen, Flüchtlingstrecks, Schulen oder Fernsehsender keine zivilen Einrichtungen? <br><br>Mir geht es nicht darum, serbische Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die in Kroatien, Bosnien und im Kosovo selbstverständlich begangen wurden, klein zu reden oder die dafür Verantwortlichen weiß zu waschen. Es darf nur nicht angehen, dass Verletzungen des Menschenrechts und des Kriegsvölkerrechts der einen Seite verfolgt und geahndet werden, während dieselben Verletzungen und zudem noch der eklatante Bruch des Völkerrechts der anderen Seite ungeahndet bleiben, ja nicht einmal als Unrecht erkannt werden. Gerade in der Arbeit des UN-Kriegsverbrechertribunals zeigen sich Ungereimtheiten und Webfehler der Organisation der Vereinten Nationen. Es gibt viele gute Gründe, das Gewaltmonopol der UNO zu verteidigen und auf die universelle Einhaltung der Völker- und Menschenrechtsprinzipien der Staatengemeinschaft zu dringen. Es gibt aber auch Gründe, der Weisheit der Vereinten Nationen, insbesondere ihres Sicherheitsrats, zu misstrauen und bei ihren Entscheidungen jeweils zu fragen, ob sie selbst im Einklang mit ihrer eigenen Charta und den allgemeinen Regeln des Völkerrechts stehen. <br><br>Auch hierzu ein paar aktuelle Beispiele: <br><br>Das Embargo gegen den Irak, am 2. August 1990 vom UN-Sicherheitsrat wegen des Überfalls auf Kuwait beschlossen, ist trotz seiner katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung bis zum heutigen Tag nicht aufgehoben worden. Mehr als 1,4 Millionen Menschen ließen nach irakischen Angaben als Blockadeopfer in den letzten zehn Jahren ihr Leben, darunter mehr als 500 000 Kinder unter fünf Jahren. Eine Zahl, die auch vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) bestätigt wird. Noch wesentlich mehr Kinder bleiben auf Dauer körperlich in ihrer Entwicklung zurück oder behalten chronische Schäden. Das Embargo gegen den Irak ist keine Außenpolitik - es ist sanktionierter Massenmord, schrieben die US-Wissenschaftler Noam Chomsky und Edward Said im vergangenen Jahr - und die ganze Welt schaut bei diesem Massenmord zu. 250 Menschen sterben täglich im Irak laut UNICEF weiterhin an den Folgen der Blockade - Tag für Tag zehn Schulklassen, seit zehn Jahren. Die Kindersterblichkeitsrate hat sich seit 1990 versechsfacht. Ein Drittel der irakischen Kinder leidet an Unterernährung und Untergewicht. Laut UNICEF konnten im Schuljahr 1997/98 eine Million irakische Kinder aus wirtschaftlichen Gründen gar nicht zur Schule gehen. Eine verlorene Generation nennt der ehemalige Leiter des UN-Hilfsprogramms für Irak, Hans von Sponeck, die Kinder im Irak. Wir werden ihnen niemals zurückgeben können, was sie in diesen Jahren verloren haben. Der deutsche Diplomat legte im Februar aus Protest gegen die unnachgiebige Blockadepolitik sein Amt nieder. Mit ihm verließ die Irak-Verantwortliche des Welternährungsprogramms (WFP), die deutsche Diplomatin Jutta Burghardt, ihren Arbeitsplatz in Bagdad. Was sollen humanitäre Helfer auch anderes tun, wenn ihnen die humanitäre Hilfe durch ein barbarisches Sanktionsregime verwehrt wird? <br><br>Das zweite Beispiel für eine verhängnisvolle Politik, die im Namen der Vereinten Nationen betrieben wird, ist in der Öffentlichkeit noch viel weniger bekannt, betrifft aber auch das Schicksal eines ganzen Volkes. Ich meine die Demokratische Arabische Republik Sahara. Diese frühere spanische Kolonie, seit 1975 von Mauretanien und Marokko, seit 1978 nur noch von Marokko besetzt, kämpft seit Jahrzehnten um ihre Unabhängigkeit, die ihr von Marokko aber verwehrt wird. In zahlreichen Resolutionen haben die UN-Generalversammlung und der UN-Sicherheitsrat dem saharaouischen Volk das unveräußerliche Recht auf Selbstbestimmung garantiert und ein freies Referendum unter der Aufsicht der Vereinten Nationen in Aussicht gestellt. Seit 25 Jahren verhindert Marokko mit allen möglichen Tricks die Durchführung einer solchen Volksabstimmung in Westsahara. Was tut der Sicherheitsrat? Verhängt er ein Embargo gegen Marokko? Droht er irgendwelche anderen Sanktionen an? Nichts von alledem. Im Juli dieses Jahres begrenzt er sein Mandat MINURSO bis zum 31. Oktober (dieses Mandat ist inzwischen um ein halbes Jahr verlängert worden) und erwartet, dass die beiden Parteien - also die POLISARIO als Vertreter des saharaouischen Volks und die Besatzungsmacht Marokko - versuchen, sich über eine beiderseitig akzeptierte Lösung ihrer Streitigkeiten über West-Sahara zu verständigen. <br><br>Werner Ruf, Professor für Internationale Politik hier an dieser Universität und Experte in Sachen Westsahara, kommentierte diese Entscheidung vor kurzem auf einer UNO-Konferenz in New York mit folgenden Worten: <br>Diese Flucht aus der Verantwortung der Vereinten Nationen ist nicht nur ein Schlag gegen die Prinzipien des Völkerrechts, es ist ein gefährlicher Schlag gegen die Vereinten Nationen selbst. Denn damit treten sie eine Frage höchster Wichtigkeit, die den internationalen Frieden und die Sicherheit bedroht, an dritte Parteien ab. Ist dies ein Präzedenzfall dafür, dass solche Angelegenheiten künftig gewissermaßen privatisiert, d.h. an die streitenden Parteien selbst übergeben werden? Die Vereinten Nationen und ihr Sicherheitsrat untergraben damit die Charta und die Standards des Völkerrechts und schaffen einen gefährlichen Präzedenzfall für die Rolle der VN in zukünftigen Konfliktlösungsaufgaben.<br><br>Außerdem stellt sich die Frage, welche politischen Folgen es haben wird, wenn sich die Vereinten Nationen aus ihrer Verantwortung zurückziehen. Was passiert mit den 150.000 Flüchtlingen in den Lagern bei Tindouf? Wer kann wissen, ob sie sich der marokkanischen Verwaltung übergeben? ... Höchst wahrscheinlich werden sie ... nach Mauretanien auswandern, in eins der ärmsten Länder der Welt. Wird das die nächste Gefährdung des internationalen Friedens und der Sicherheit sein - hervorgerufen durch Entscheidungen der Sicherheitsrats? Es fällt schwer sich vorzustellen, dass die Vereinten Nationen selbst zur Wiederherstellung der Anarchie in den internationalen Beziehungen beitragen. <br><br>Es gibt weitere Beispiele für die Grenzen und die Fehler der Vereinten Nationen. Sehen wir uns nur eine Reihe von UN-mandatierten Friedensmissionen der letzten Jahre an und was aus ihnen geworden ist: <br><br>Somalia:<br>Auch noch fünf Jahre nach dem Militäreinsatz herrschen dieselben Clans, dieselben Konflikte und dieselbe soziale Misere wie vor dem Eingriff.<br><br>Bosnien:<br>Vier Jahre nach Dayton ist das Land von einem wirklichen Frieden himmelweit entfernt. Das Land ist in drei ethnisch klar abgegrenzte Teile gespalten - die Wahlen haben das jüngst wieder gezeigt -, deren imaginäre Einheit von der dauerpräsenten SFOR eher vorgetäuscht als hergestellt wird.<br><br>Haiti:<br>1994 sorgten die USA mit einer UN-mandatierten Militäraktion (ausnahmsweise, muss man dazu sagen, haben die USA ein UN-Mandat abgewartet) für die Vertreibung einer Militärjunta, die zuvor den gewählten Präsidenten Aristide gestürzt hatte. Die Demokratie - oder das was man darunter verstand - war wieder hergestellt. Und heute? Unfähigkeit, Korruption, Willkürherrschaft und Rauschgifthandel sind die meist gehörten Begriffe, wenn über das Aristide-Regime gesprochen wird. Kofi Annan hat sich vor wenigen Tagen dafür ausgesprochen, die 70 in Haiti tätigen UN-Berater abzuziehen, weil deren Möglichkeiten durch Kriminalität und Gewalt behindert würden. Heute lässt sich der frühere Armenpriester Aristide in einer Scheinwahl zum Präsidenten küren. Eine 70-prozentige Wahlbeteiligung gab das Regime bekannt, die Opposition, die die Wahl boykottierte, sprach von höchstens 10 Prozent. <br><br>Nun, ganz so eklatant wie in Haiti sind die Unstimmigkeiten bei Präsidentschaftswahlen in den USA nicht. Aber das Josef Stalin zugeschriebene Wort, es komme nicht darauf an, wer eine Wahl gewinnt, sondern wer die Stimmen zählt, dürfte im US-Staat Florida nicht ganz unbekannt sein. Immerhin gibt es in der nordamerikanischen Musterdemokratie Gerichte, die man anrufen kann, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt. Man wird sehen, ob diese Gerichte auch tatsächlich unabhängig sind. <br><br>Mein Ausflug in die hohe Politik und die Hinweise auf die Möglichkeiten und Grenzen der Vereinten Nationen sollten verdeutlichen, dass die Welt im Jahr 2000 von einer Zivilisierung der internationalen Beziehungen noch weit entfernt ist. Immer weniger machen die politischen Akteure das kodifizierte Recht, das Völkerrecht zum Maßstab für ihr Handeln, immer mehr verlassen sie sich auf das Faustrecht, auf das Recht des Stärkeren. <br><br>Die Vereinten Nationen stehen dabei selbst an einer Wegscheide: Sie müssen sich entscheiden, ob sie den Weg der Militarisierung, den ihnen die großen Staaten dieser Erde vormachen, mitgehen und dabei natürlich Gefahr laufen, selbst zum verlängerten Arm der großen Mächte zu werden, oder ob sie sich auf ihre zivilen Aufgaben, auf kulturelle, soziale, erzieherische und entwicklungspolitische Aufgaben konzentrieren, Aufgaben, worin die Vereinten Nationen in ihrer 55-jährigen Geschichte ihre eigentlichen Stärken bewiesen haben.<br><br>Die UNO braucht neutrale Blauhelme, sie braucht internationale Polizeikräfte, die für Ordnungsaufgaben ausgebildet sind, sie braucht Juristen und Verwaltungsfachkräfte und andere zivile Experten, die sich bei der Entwicklung humaner Lebensbedingungen und beim Aufbau eines demokratischen Gemeinwesens nützlich machen können. Was die UNO nicht braucht, sind militärische Kampfverbände. <br><br>Erlaubt mir noch einen Blick nach Innen, in die Verhältnisse der Bundesrepublik. Ich lasse einmal die Militärpolitik außen vor, weil wir darüber schon genug gesagt haben in unseren Zehn Todsünden, in der Stellungnahme des Bundesausschusses zum Bundeswehrreformkonzept der Weizsäcker-Kommission und in den diversen Stellungnahmen zur Rüstungsexportpolitik. <br><br>Die Friedensbewegung hat sich in diesem Jahr, stärker als in den Jahren zuvor, auch am Kampf gegen den nach wie vor virulenten Neofaschismus beteiligt. Das war nicht immer leicht, weil es an verschiedenen Orten sowohl zu Ausgrenzungen als auch zu Vereinnahmungsversuchen kam. Natürlich ist es nicht einfach, an einer Demonstration für Toleranz teilzunehmen, wenn höchste Regierungsrepräsentanten als selbsternannte Anständige an der Spitze des Zuges marschieren. Und dieselben Politiker lassen zu, dass Asylbewerber abgeschoben werden, dass junge Antifaschisten eingekesselt werden und dass eine Organisation wie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes vom Verfassungsschutz observiert und - zusammen übrigens mit unserer ehrwürdigen Versammlung - im Verfassungsschutzbericht als linksextremistische verfassungsfeindliche Organisation aufgeführt wird. <br><br>Aber Friedenspolitik und Kampf gegen Rechts ist eben kein Honigschlecken. Da können und wollen wir uns auch nicht aussuchen, wer links und rechts von uns mitmarschiert. Und es ist doch auch eine Genugtuung, wenn sich deutsche Politiker, von Schröder bis Stoiber, bei der Berliner Kundgebung anhören müssen, was der Präsident des Zentralrat der Juden Deutschlands ihnen mit auf dem Weg gegeben hat: Ist es etwa deutsche Leitkultur, so fragte er, Fremde zu jagen, Synagogen anzuzünden, Obdachlose zu töten? Geht es um Kultur oder um die Wertvorstellungen der westlich-demokratischen Zivilisation, die wir in unserem Grundgesetz fest verankert haben? In Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu schützen ist die Aufgabe staatlicher Gewalt. Die Würde des Menschen - aller Menschen ist unantastbar, nicht nur die des mitteleuropäischen Christen! <br><br>Menschenrechte haben überall zu gelten - auch im Nahen Osten. Bei aller Solidarität mit dem Staat Israel: Wir dürfen auch nicht schweigen, wenn in Palästina Kinder und Jugendliche erschossen werden, wenn die palästinensische Wirtschaft durch die Abriegelungspolitik Israels buchstäblich erdrosselt wird, wenn die Araber in Israel wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden: kurz: wenn einem ganzen Volk seit Jahrzehnten das Recht auf ein friedliches Leben in einem eigenen Staat verweigert wird. Und lassen wir uns nicht in irgendeine antiisraelische oder gar antijüdische Ecke stellen, wenn wir unsere Kritik an der Regierungspolitik Israels formulieren. Gerade unsere Verantwortung vor der Geschichte verlangt von uns, Stellung zu beziehen, sich überall dort einzumischen, wo Menschenrechte verletzt werden. Das Schweigen, so hat unsere israelische Freundin Felicia Langer gesagt, das Schweigen angesichts von Unrecht hat ... einen Beigeschmack von Mittäterschaft. Und sie schrieb auch in ihrem Buch Brücke der Träume: Wir haben auch kein Recht, die Schuldgefühle der Deutschen zu funktionalisieren, so wie Israel das tut, und sie, was unsere Taten angeht, zum Schweigen zu verurteilen, damit wir ungestört, jeder Einmischung und Kritik entzogen, die Palästinenser unterdrücken können. <br><br>Ich glaube, die deutsche Friedensbewegung ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den Palästinensern und gegenüber Israel sehr wohl bewusst, wenn sie im Einklang mit zahlreichen UNO-Resolutionen und in völliger Übereinstimmung mit der israelischen Friedensbewegung sagt: Im Nahen Osten kannn es nur Frieden geben, wenn sich Israel aus den 1967 besetzten Gebieten zurückzieht, wenn die jüdischen Siedlungen in den Autonomiegebieten geräumt werden, wenn ein selbständiger und existenzfähiger Staat Palästina neben Israel entstehen kann und wenn Jerusalem auch die Hauptstadt dieses Staates wird. <br><br>Wir erhalten regelmäßig die besten Grüße zu unserem Ratschlag von der israelischen Friedensbewegung, die die Zeitung Das andere Israel herausgibt. Ich denke, es ist in Eurem Sinn, wenn wir im Laufe des Tages eine entsprechende Resolution von hier aus nach Israel schicken. <br><br>Unsere Verbundenheit mit der internationalen Friedensbewegung drückt sich auch heute darin aus, dass wieder Vertreterinnen und Vertreter von Friedensbewegungen aus Japan und aus neun europäischen Ländern zu uns gekommen sind: aus Belgien, Frankreich, Griechenland, den Niederlanden, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz und aus Tschechien. Ihr seid uns alle sehr herzlich willkommen! <br><br>Mit dem Motto des Friedensratschlags 2000 Die Politik zivilisieren! Kriegsursachen analysieren - Kriegsvorbereitungen stoppen - Friedensbedingungen verbessern wollen wir zum Ausdruck bringen, dass die globale Politik keineswegs automatisch auf zivilere und humanere Strukturen und Bedingungen zusteuert. Vielmehr nehemn Kriege, Bürgerkriege und innerstaatliche Gewaltkonflikte sowohl zahlenmäßig als auch in ihrer Intensität zu. Die Politik der demokratischen und angeblich so zivilisierten Großmächte und der internationalen Organisationen ist weit davon entfernt, auf solche Konflikte mäßigend einzuwirken. Häufig treten Großmächte selbst als Interessenten in Konflikten auf. <br><br>Wer etwas für den Frieden und die Zivilisierung der Politik tun will, muss zunächst die Kriegsursachen analysieren. Dabei kann sich z.B. herausstellen, dass sich hinter manschem Konflikt, der in der öffentlichen Wahrnehmung als ethnischer oder religiöser Konflikt gehandelt wird, handfeste ökonomische oder machtpolitische Interessen der beteiligten Konfliktparteien verbergen. <br><br>Die Forderung Kriegsvorbereitungen stoppen! richtet sich nicht nur an die Konfliktparteien in den Ländern der Dritten Welt, in denen die meisten Kriege stattfinden. Sie richtet sich in ganz besonderer Weise an die führenden Industriestaaten selbst, zumal diese vorgeben, weltweit den Menschenrechten zum Durchbruch verhelfen zu wollen. Nach Auffassung der Friedensbewegung und vilere Menschenrechtsorganisationen verträgt sich dieser Anspruch überhaupt nicht mit Maßnahmen, die der eigenen Aufrüstung und der Militarisierung internationaler politischer Strukturen dienen. <br><br>Friedensbedingungen verbessern kann man nur, wenn man eine Politik fördert, die an den Konfliktursachen ansetzt und nicht nur an den Symptomen herumdoktert. Ökonomische und soziale Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Konfliktregionen gehören genauso hierher wie erzieherische und kulturelle Anstrengungen. Wichtig ist auch die Beispielwirkung positiver Ansätze gewaltarmer Konfliktprävention oder Konfliktbearbeitung. Wer sich - wie zum Beispiel die USA - sowohl atomar als auch konventionell bis an die Zähne bewaffnet, darf sich nicht wundern, wenn ihnen andere Staaten darin nachzueifern beginnen. Wer in dem Fall der größere Schurke ist, kann jeder selbst beantworten. <br><br>Ich wünsche uns allen einen spannenden, informativen und anregenden Friedensratschlag. Wenn es gelingt, einiges von dem hier Verhandelten im nächsten Jahr auch in praktische Friedensarbeit vor Ort umzusetzen, dann haben wir gute Arbeit geleistet. <br>Der 7. Friedensratschlag ist eröffnet.<br><br>Peter Strutynski<br>(Universität Gesamthochschule Kassel und Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag)<br><br>Zurück zur Seite Friedensratschlag 2000<br><br>Zurück zur Homepage<br><br><br><br>--------------------------------------------------------------------------------<br>[Homepage] [Aktuelles] [Aktionen] [Ratschlag] [Presse] [Friedensbewegung] [Friedensforschung] [Memorandum] [Regionen] [Themen] <br>Kasseler Friedensforum, Spohrstr. 6, 34117 Kassel, eMail: strutype@hrz.uni-kassel.de<br>

#280   Test11.02.2003 - 23:10
I S R A E L <br><br><br>Reise der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Hubmann vom 27.8.-10.9.1995<br><br>Michael Zugmann © Copyright<br><br>--------------------------------------------------------------------------------<br><br><br>Reiseprogramm:<br>l. Tag, Sonntag, 27.8.1995<br><br>Abfahrt mit dem Bus der Firma Pernsteiner vor der Tankstelle in der Dametzstraße pünktlich um 12.30 Uhr. Um 15 Uhr begann am Flughafen Wien-Schwechat das Einchecken und anschließend die ziemlich detaillierte Befragung durch das Sicherheitspersonal von EL-AL.<br>Pünktlich um 17.40 Uhr schließlich war dann Abflug nach Tel Aviv; bereits im Flugzeug machten wir Bekanntschaft mit koscherer Kost: es gab gleich Hendl zum Abendessen. Um 22 Uhr Ortszeit kamen wir in Tel Aviv, am Flughafen Ben Gurion, an. Trotz nächtlicher Stunde schlug uns sehr schwüle Luft entgegen...<br><br>Um ca. 23 Uhr schließlich stiegen wir in unseren Bus, und die Reiseleiterin stellte sich und den Fahrer vor: Inge Jassur, gebürtig aus dem Raum Heidelberg, seit über zwanzig Jahren verheiratet mit einem Israeli, seit einigen Jahren als Reiseleiterin tätig, sowie Issam aus Nazaret. Wir fuhren zu unserem Hotel in Bat-Yam, einem Vorort von Tel Aviv an der Mittelmeerküste, und bezogen für eine Nacht das Hotel Armon Yam.<br><br><br>2. Tag Montag 28.8.1995<br><br>Um 8.30 Uhr verließen wir Bat-Yam und fuhren nach Caesarea; auf dem Weg dorthin erläuterte die Reiseleiterin einiges zur Geographie Israels, zu den Städten Tel Aviv und Herzliyya und zum Kohlekraftwerk an der Küste in der Nähe Caesareas.<br>Erster Besichtigungsstopp war das römische Theater in Caesarea, wo Reinhard Humer, Prof. Raberger und Prof. Niemand kurze Referate hielten.<br><br>Vor dem Theater sieht man eine Steinplatte mit einer Aufschrift, in der der Name Pontius Pilatus vorkommt. Ein kurzes Stück gings dann mit dem Bus weiter zum zweiten Teil der Ausgrabungen: der Hafen aus herodianischer Zeit (seine Pracht ist im Meer versunken), Ausgrabungen der herodianischen Stadt und der Kreuzfahrerstadt (Tor und Stadtmauern vor allem) sowie die ehem. Moschee aus dem l9.Jh., als hier das Dorf Bosnia stand (bis 1948). Wieder eine kurze Autobusfahrt - vorbei an einigen Villen des modernen Caesarea (angeblich der teuerste Fleck Israels) - zum Aquaedukt, das die herodianische Stadt mit Wasser versorgte.<br><br>Entlang der Küste ging die Fahrt weiter zum Kibbuz Nachscholim wo wir in der ehemaligen Glasfabrik das Museum zur Geschichte Dors mit einer Führung besuchten. Die Führung beschloß ein Film über die Ausgrabungen und über die seit 1980 hier durchgeführte Unterwasserarchäologie (CONRAD, siehe Beilagen); nach dem Mittagssnack bestiegen wir den Tel Dor direkt an der Küste.<br><br><br>Durch Haifa, die europäischste Stadt Israels, fuhren wir nach Akko. In Haifa berichtete die Reiseleiterin einiges über Neandertalerfunde in den Karmelhöhlen, über die Karmeliten, über hier ansäßige Sondergruppen, v.a. Templer, Bahai und eine weitere muslimische Sekte.<br><br><br>In Akko besichtigten wir die Weiße Moschee (A1 Jazzar): ein Versammlunsraum; Gebetsnische Richtung Mekka, Frauenempore, Kanzel, Ornamente und Koranabschnitte statt Bildern; im Vorhof der Moschee Sitz des Kadi, der wie der Rabbiner oder auch der Priester in Israel gewisse zivilrechtliche Agenden, v.a. Trauung etc. übernimmt (der Grund dafür, wieso konfessionsverschiedene Partner zur Hochzeit nach Zypern ausweichen...).<br><br>Dann stand die Erkundung der erst neuerdings systematisch ausgegrabenen unterirdischen Kreuzfahrerstadt auf dem Programm - sie wurde zufällig durch die Flucht von Gefangenen entdeckt und liegt ca. 10 Meter unter dem heutigen Stadtniveau: Rittersaal, Schlafsaal, Krypta, geheimer Fluchtweg zum Hafen.<br><br>Unsere Besichtigungsroute führte uns dann noch zu einem türkischen Bad,in den heutigen Suq (Basar) und in die Säulenkarawanserei (wo fast die ganze Gruppe sich an frisch gepreßtem Granatapfelsaft gütlich tat) und abschließend auf die Stadtmauer mit wunderbarem Ausblick aufs Meer und auf den ehemaligen Hafen.<br><br>Durch die Landschaft Galiläas, vorbei an Kana und Nazaret, vorbei an einem neuerrichteten Stausee zur Wasserversorgung und an der Tafel, die Meeresniveau anzeigt, steuerten wir den Kibbuz Maagan am Südufer des Sees Gennesareth an, wo wir schöne Ferienbungalows bezogen.<br><br><br>3. Tag, Dienstag, 29.8.1995<br><br>Am Ostufer des Sees Gennesareth, vorbei an En Gev, dem ältesten Kibbuz Israels, der 1948-67 im Todesstreifen (an der Grenze zu Syrien) lag, vorbei an Kursi (Mittwoch!) und durch die Betsaida-Ebene (Petrus und Andreas von hier?) (Hinweis der Reiseleiterin auf das am gegenüberliegenden Seeufer gelegene Zefat, mit Tiberias, Hebron und Jerusalem eine der vier heiligen Städte des Judentums, heute Künstlerkolonie) auf die Golanhöhen.<br>Von der Reiseleiterin einiges zur Geschichte der Golanhöhen:<br><br>* vor- und frühgeschichtliche Dolmengräber/Tumuli :<br><br>* AT: Baschan (Kühe!), früher dicht bewaldet<br><br>* NT: Gaulanitis - Tetrarchie des Philippus; Golan dichter besiedelt als heute<br><br>* Syrische Zeit: hauptsächlich Beduinen<br><br>*• Seit 1967 bei Israel: Siedler - nicht ganz so radikale Ansprüche wie auf der Westbank; wären bereit, sich bei einem Friedensvertrag mit Syrien wegsiedeln zu lassen.<br><br>Wir besichtigten dann das teilweise rekonstruierte talmudische Dorf Qasrin (4.-7.Jh.): Wohnhaus, Synagoge, Olivenpresse; Dreschschlitten, koscheres Geschirr. Ähnlich wie das Wohnhaus hier dürften auch die Häuser zur Zeit Jesu ausgesehen haben - wir konnten uns hier gut vorstellen, wie leicht es war, das Dach abzudecken (vgl. Mk 2,4).<br><br>Einige Kilometer weiter Ausblick auf die Grenzstadt Kuneitra, das nahe (österreichische!) UNO-Lager mit Windkraftwerk (9 Windräder) (bei klarem Wetter würde man von hier bis ins 40 Kilometer entfernte Damaskus sehen) und auf den Hermon; das Tal, in dem Kuneitra liegt, ist das Tal der Tränen: hier gab es 1967-73 besonders große Verluste für Israel und für Syrien!<br><br><br>Die Fahrt ging dann weiter durch einige Drusendörfer. Die Drusen - ein Bergvolk, v.a.am Karmel und am Golan (heute ca. 80.000 Menschen) - haben sich im l2.Jh. vom Islam abgespalten, erkennen Jitro als den höchsten Propheten an und haben eine sehr esoterische Religion (Reinkarnation!!!). Politisch: seit 1981 sind die meisten Drusen israelische Staatsbürger (oft Verwandte in Syrien - Kontakt auf einem Hügel an der Grenze mit Megaphonen!).<br><br>Am Weg hinunter in die Hule-Ebene kamen wir bei der NimrodFestung (Fliegenburg) vorbei.<br><br>In Banias, dem Caesarea Philippi des NT, hielt Prof. Niemand ein Referat über Johannes den Täufer, v.a. die Geschichte von der Enthauptung; Banias war ein Panheiligtum (daher der verbalhornte Name bis heute), Ort des Messiasbekenntnisses des Petrus (Mk B,Mt 16).<br><br>Von der Quelle des Banias (einer der drei Jordanquellflüsse Banias, Dan, Chazbani - letzterer aus dem Libanon) unternahmen wir eine einstündige Wanderung zum Banias-Wasserfall. Mit dem Bus gings dann zum Nationalpark Dan, an dessen Eingang wir beim Rastplatz eine galiläische Jause zu uns nahmen, ehe wir dann die Ausgrabungen am Tel Dan, v.a. Toranlage und Heiligtum (versch.Schichten) besichtigten (Referate Karl Eglseer und Prof.Hubmann).<br><br>Auf der Fahrt von Dan nach Hazor erzählte die Reiseleiterin über die Erfahrungen der Israelis im Golfkrieg (Gasmasken) - Anlaß dafür war, daß wir durch die Stadt Qiriat Shemona kamen, die bis heute ständig durch Raketen aus dem Libanon bedroht ist.<br><br>In Tel Hazor stiegen wir den Brunnenschacht hinunter (Referat Dr.Schneider über die Wasserversorgung) und besichtigten dann noch Wohnhäuser und Zitadelle.<br><br>Über Tabgha (Mittwoch!) und über den Jordan und am Ostufer bewegten wir uns dann heimzu.<br><br>Im Kibbuz Maagan nützten wir noch eifrig die Bademöglichkeit im See Gennesareth.<br><br><br>4. Tag, Mittwoch, 30.8.1995<br><br> S E E R U N D F A H R T<br>Am Ostufer besichtigten wir in Kursi die Ausgrabungen einer byzantinischen Kirche (Referate Andrea Winter, Paul Neunhäuserer und Prof.Niemand) und sahen von ferne die. Höhlen, in denen der Besessene von Gerasa in den Felshängen gehaust haben soll.<br><br>In Tabgha feierten wir am Ufer des Sees Gennesareth Eucharistie (Prof.Raberger) - wir hörten die Feldrede aus dem Lukasevangelium.<br><br>Anschließend besuchten wir die Brotvermehrungskirche (der heutige Bau stammt aus dem l9.Jh., eine Klosterkirche deutscher Benediktiner -vgl. Bargil Pixner) mit den wunderbaren Bodenmosaiken (6.Jh.).<br><br>Anschließend bei der Kirche am Berg der Seligpreisungen, die von einem gepflegten Park umgeben ist und einen schönen Ausblick auf den See Gennesareth gibt, und bei der sogenannten Primatskirche am Seeufer (20.Jh.) (Referate Paul Neunhäuserer und Prof.Niemand); die Reiseleiterin erzählte eine Anekdote, wonach Paul VI. just hier über eine Stiege gestolpert sein soll.<br><br>Zur Mittagszeit waren wir in Kapharnaum (Haus des Petrus, heute leider durch eine Kirche überbaut; Inselhäuser; Synagoge aus dem 4.Jh.,) (Referat Maria Eicher über Synagogen und jüdische Gebete).<br><br>Vorbei an Ilanot (Jesusboot) und Migdal (Magdala) zu einem Restaurant (Mittagspause - Petersfisch).<br><br>In Tiberias erklärte die Reiseleiterin den Unterschied zwischen sephardischen (orientalischen) und aschkenasischen (europäischen) Juden mit je eigenem Oberrabbiner und je eigener Synagoge; Tiberias hat einige warme Quellen und ist bis heute Heilbad.<br><br><br>Am Stadtrand besichtigten wir die Synagoge von Hammath Tiberias mit dem bemerkenswerten Mosaikboden.<br><br>Auf der Rückfahrt zu unserem Kibbuz machten wir einen Abstecher zur Taufstelle Yardenig, wo der Jordan den See Gennesareth an dessen Südende verläßt (Referat Prof.Niemand über Johannes den Täufer und die Taufe).<br><br>Nahe bei unserem Kibbuz wies uns die Reiseleiterin auf das Kulturzentrum Beth Gabriel hin, in dem auch der israel. jordan.Friedensvertrag unterzeichnet wurde.<br><br>Nach dem Schwimmen im See nahm ich um 18 Uhr an einer Kibbuzführung mit Herrn Jonas (geb.1918 in Siebenbürgen) teil: Geschichte des Kibbuz, Kantine, Kulturzentrum, Museum, Kinderhäuser, Ärztezentrum, Wäscherei, Kaufhaus.<br><br>Nach dem Abendessen besuchte uns P.Daniel Rufeisen und seine aus Deutschland (Diözese Münster) stammende Pastoralreferentin (seit 1962 in Israel). Eli Sheva berichtete über praktische Gemeindearbeit: der erste Sabbat im Monat ist Gemeindetag, Betreuung von Zuwanderern aus dem ehemaligen Ostblock...<br><br>P.Daniel erzählte seine spannende Lebensgeschichte, über das Judenchristentum von heute (!!!), seine Gespräche diesbezüglich mit Kardinal Ratzinger und Papst Johannes Paul II.; seine Ekklesiologie, Schwierigkeiten mit christlichen Begriffen und v.a.mit der Trinitätslehre und mit der Ökumene (inkl.Verständigung mit den arabischen Christen!).<br><br><br>5. Tag, Donnerstag, 31.8.1995<br><br>Auf der Fahrt nach Kana und Nazaret berichtete Prof. Niemand über die Forschungsgeschichte bezüglich der Frage, ob Jesus in Nazaret oder in Bethlehem geboren worden sei: Mt 2,5 zitiert zwar Micha 5, doch sind die Bethlehemstraditionen von Mt und Lk kaum zu harmonisieren; außerdem kommt im NT 25mal die WendungJesus aus Nazaret (o.ä.) vor - das Johannesevangelium scheint überhaupt keine Bethlehemstradition zu kennen.<br>Erster Halt war in Kana: bis heute sind in Israel - so Frau Jassur - die Hochzeiten am Dienstag (dritter Tag), da Gott am dritten Schöpfungstag nach Gen 1 zweimal gesagt hat Es ist gut. Die kleine Hochzeitswunderkirche ist dem Salzburger Dom nachgebaut, im Inneren Amphoren (Joh 2) und viele Hochzeitsfahnen aus unserer Zeit.<br><br>Vor der Kirche Hochzeitsreigen für unser am kürzesten verheiratetes Paar - Severin Renoldner und Elisabeth Maier. Im nahen Nazareth besuchten wir zuerst die griechisch-orthodoxe Verkündigungskirche (Gabrielskirche) mit Brunnen im Inneren (Gabriel sei Maria am Brunnen erschienen, was nach orientalischer Vorstellung am Brunnen besser möglich war als im Haus...). Durch den Suq begaben wir uns zur katholischen Verkündigungskirche (in den 60er-Jahren von einem italien. Architekten geplant), in deren Ambiten sich Mariendarstellungen aus aller Welt befinden (u.a. aus Deutschland, wenige Wochen vor dem Fall der Mauer hier angebracht: Maria schützt zwei Kinder, die durch eine Mauer getrennt sind). Innenbesichtigung der Kirche: Unterkirche mit der Verkündigungsgrotte, Oberkirche mit schrecklichen Mosaiken und monumentaler Betonkuppel...<br><br>Vor der Kirche referierte Sr.Marta Bayer über das Nazaret zu Jesu Zeiten (unbedeutendes Dorf mit 200 Einwohnern). Zur Mittagszeit besichtigten wir Zippori/Sepphoris: <br><br><br>Ausgrabungen des röm.Theaters. Zitadelle mit Museum und Aussichtsplattform (Film + Referat Sr. Marta), hellenist. Villa mit umfangreichen Bodenmosaiken. <br><br>Mit dem Bus zu den nahegelegenen Wasserreservoirs von Sepphoris - Rundgang durch die künstlichen Höhlen.<br><br>Im Bus Referat Prof.Niemand über die Tabortraditionen (AT: Ri 4; Hos 5) Josephus Flavius befestigte den Tabor. 4.Jh.n.Chr. werden hier Melchisedek- und Abrahamstradition lokalisiert, auch die Versuchung Jesu); die Verklärung Jesu wird verschieden lokalisiert (Ölberg, Tabor, Hermon; seit dem 6.Jh. Bautradition von Kirchen).<br><br>Nach dem sehr späten Mittagessen (14.45-15.30 Uhr) in einem Kibbuz am Fuß des Berges Tabor fuhren wir mit dem Bus zum Taxistandplatz, bestiegen die Halleluja-Taxis, die uns auf den Berg Tabor brachten.<br><br>Aussicht auf die Jesreel-Ebene, Nain...Besuch der Verklärungskirche.<br><br>Rückfahrt mit den Taxis - Heimfahrt mit dem Bus nach Maagan und anschließend ein freier Abend.<br><br><br>6.Tag, Freitag, 1.9. 1995<br><br>Zum Schulbeginn - so erzählt Frau Jassur - gibt es regelmäßig Streiks - diesmal hauptsächlich von den Eltern, die die zu hohen Kosten für die Wachdienste (!!!) für die Schulen beklagen.<br>Wir verließen heute Maagan und fuhren nach Beth-Schean, das als Skythopolis zur Dekapolis gehörte, obwohl westlich des Jordan; das heutige Beth-Schean ist eine Einwandererstadt und hat mit Arbeitslosigkeit zu kämpfen.<br><br>Christoph Dinböck hat hohes Fieber - und wir steuern deshalb ein Medizinzentrum an; nachdem Christoph seine Medikamente bekommen hat, fahren wir zu den Ausgrabungen von Beth-Schean (Skythopolis) weiter (Referat Karl Eglseer): Besichtigung der hellenistischen Stadt (Theater, Thermen, Cardo...) und der vorhellenistischen Stadt am Tel - mit schönem Rundblick (Jordantal, hellenistische Stadt...). Im nahegelegenen Beth-Alpha bewunderten wir einmal mehr ein Bodenmosaik in einer Synagoge (6.Jh.) (v.a. Thoraschrein, Bindung Isaaks, Tierkreis).<br><br>Während wir dann im Bus durch die Westbank fahren, läßt die Reiseleiterin die letzten hundert Jahre der Geschichte Israels Revue passieren.<br><br><br>Wir kommen am Alexandreion (Bergfeste Herodes d.Gr. ) vorbei; jenseits des Jordans liegen die früheren Gebiete Gilead und Moab. Das Gebiet der Westbank ist heute von Kibbuzniks und seßhaft gewordenen arabischen Beduinen bevölkert.<br><br>Bei unserer Ankunft in Jericho halten wir Mittagspause in Jericho im Hotel Temptation.<br><br><br>Am Tel Jericho hören wir etwas zur Vorgeschichte und zur biblischen Geschichte Jerichos (Elija, Elischa, Lot und Abraham; Jesus und Zachäus, die Blindenheilung) und zur Geschichte der Ausgrabungen (ab l8.Jh., seit 1952 Karol Kenyon mit damals moderner Schichtenanalyse); v.a. kam ein ca. 10.000 Jahre alter Turm zum Vorschein, dessentwegen Jericho oft als die älteste Stadt der Welt gerühmt wird.<br><br>Vorbei an den Ausgrabungen des Winterpalasts der Hasmonäer und v.a. Herodes d.Gr. fuhren wir ins Wadi Quilt, das durch die Wüste Juda führt - kurzer Stopp: eindrucksvoller Ausblick in das canyonartige Tal mit Georgskloster und in die Wüste (Beduinen mit Ziegenherden, Wellblechhütten...im Bus sagt uns die Reiseleiterin einiges über die heutigen Beduinen)Wir fahren hinauf zur heiligen Stadt Jerusalem - von Jericho kommend sehen wir drei Wahrzeichen: die Hebräische Universität auf dem Mount Skopus und den Ölberg mit der orthodoxen Himmelfahrtsbasilika.<br><br>Vom Aussichtspunkt bei der Hebräischen Universität blicken wir auf den Ölberg, die Altstadt und die Neustadt Jerusalems.und sehen deutlich, daß Jerusalem an der Nahtstelle zur Wüste liegt. Durchs Tal Joschaphat (nördl.Kidrontal) und entlang der Altstadtmauer gelangen wir zu unserem Quartier bei den Rosary Sisters.<br><br>Nach dem Abendessen spazierten wir noch in die nur eine Viertelstunde entfernte Altstadt , jüdisches Viertel, Westmauer - beleuchtet, Sabbatbeginn); mit Mag. Böhmisch besuchten die Männer die große Synagoge links neben der Klagemauer.<br><br><br>7. Tag, Samstag, 2.9.1995<br><br>K I R C H E N T A G<br><br>Auffahrt mit dem Bus zum Ölberg. Besuch der Himmelfahrtsmoschee (Kurzreferate von hier bis zur Annakirche: Christian Hein) mit Ummauerung und Fußabdrücken (früher Augustinerkloster), Vaterunserkirche (68 Sprachen, Tafeln aus Fliesen) und Grotte der Unterweisung.<br><br>Am Aussichtspunkt, von wo man die Altstadt Jerusalems gut überblicken kann, hielt ich ein Referat über die Baugeschichte der Stadt; wir gingen dann weiter zu einem Teil des großen jüdischen Friedhofs am Abhang des Ölbergs, wo uns Frau Jassur einiges über die jüdischen Begräbnissitten und -riten berichtet (Bestattung noch am Tag des Todes, Trauerarbeit: Riß ins Gewand, am Boden sitzen, Türe für alle offen, Kondolenzbesuche, dabei wird Essen mitgebracht, Klageweiber).<br><br>Kirche Dominus Flevit - nochmals schöner Ausblick, aber keine Innenbesichtigung; Tränenform: Tränenkrüge am Dach (vgl.Ps 56,9): hier soll Jesus über die bevorstehende Zerstörung der Stadt Jerusalem geweint haben.<br><br><br>Am Fuß des Ölbergs schauten wir dann die Kirche der Nationen und die griechisch-orthodoxe Kirche des Mariengrabes (unterirdisch - viele Kerzenleuchter, sehr mystische Stimmung) an, daneben liegt noch die sogenannte Verratsgrotte.<br><br>Dann ging es wieder ein Stück bergwärts zum Stephanstor (oder Löwentor) und auf der Via Dolorosa zur Annakirche (die einzige original erhaltene Kreuzfahrerkirche - Übergang Romanik-Gotikwurde in der muslimischen Zeit zur Koranschule umgewandelt); im beeindruckend schlichten Innenraum sangen wir einige Lieder. Nachdem wir draußen vor der Kirche die ekstatischen Gesänge spanischer Glossolalen abgewartet hatten, hörten wir von Christian Hein ein detailiertes Referat über die Ausgrabungen rund um den Teich Betesda (vgl.Joh-Ev.), die einzige Stelle in Jerusalem, die man als Wirkungsstätte Jesu sicher lokalisieren kann...<br><br>Mittagsjause im Österreichischen Hospiz zur Hl.Familie, anschließend Ausblick von der Dachterrasse auf die Altstadt-Jerusalems (sehr pittoreske Stadtlandschaft...). Durch die Basare (Suqs) erreichten wir dann die Grabeskirch und zwar über das Dach (Hintereingang), wo 20 äthiopische Mönche wohnen. Nach dem Referat von Klemens Leitner über die Grabeskirche betraten wir die Grabeskir> <br><br><br>--------------------------------------------------------------------------------<br><br>Transfer interrupted!<br>ein äthiopischer Mönch aus der Apostelgeschichte vorrezitierte (-kantilierte) (Bekehrung und Taufe des äthiopischen Eunuchen; Apg 8,26ff). Dann waren wir im Hauptraum der Grabeskirche (Salbungsstein), wo jede/r einen persönlich gestalteten Rundgang unternehmen konnte (ich folgte der Beschreibung von Baedeker).<br>Als wir uns um 16 Uhr vor der Kirche wieder trafen, zog gerade unter ohrenbetäubenden Geläut der griechisch-orthodoxe Patriarch ein...<br><br>Durch den rekonstruierten Cardo der römischen Stadt (heute wieder Einkaufsmeile, unterirdisch) und durchs Zionstor kamen wir zum Zion, von wo wir mit dem Bus zum Quartier zurückfuhren.<br><br>Nach dem Abendessen brachte uns der Bus zur Haas-Promenade, von wo sich ein schöner Ausblick auf das nächtliche Jerusalem bot (Aussichtsrestaurant...).<br><br>Danach ein Besuch im National Diamond Center (NDC) mit Film, Führung durch die Diamantenschleiferei und die Goldschmiede sowie durch den Verkaufsraum.<br><br><br>(In Israel wurde die Sommerzeit schon in dieser Nacht - drei Wochen früher als bei uns - beendet; wegen der Morgengebete orthodoxer Juden an den Bußtagen vor Rosch Haschana (?)). <br><br>8. Tag, Sonntag, 3.9.1995<br><br>F R E I E R T A G <br><br>Mit Martin Diwold, Klemens Leitner, Christian Hein und . Herbert Altmann ging ich zur Ben-Yehuda-Straße, der Einkaufstraße der Neustadt (sehr europäisch), dann zur äthiopischen Kirche und rund ums ultraorthodoxe Viertel Mea Shearim.<br><br>Am Damaskustor stiegen wir hinauf zur Stadtmauer, gingen die Stadtmauer entlang bis zum Jaffator, in dessen Nähe wir in der Cafeteria St Michel Mittagspause machten. Anschließend Geldwechsel und Einkauf zu total überhöhten Preisen bei einem Beduinen in einer Seitengasse (er hatte behauptet, bei ihm gebe es alles zu einem Studentenpreis bzw. zum halben Preis).<br><br>Wir spazierten dann durch die Suqs und Basare aller Viertel der Altstadt, warfen einen Blick auf die Westmauer und bummelten dann zum Österreichischen Hospiz, wo wir um 17.30 Uhr eine Messe feierten (Kapelle, vollgestopft mit Gedenktafeln für diverse Erzherzöge, Könige und Kaiser - der Zelebrant, Prof. Raberger, ein Ischler konnte sich also recht zuhause fühlen!).<br><br>Zu Lesung und Evangelium hörten wir verschiedenste Texte zu/über Jerusalem aus der Hl.Schrift (Pss, 2 Sam, Joh-Ev, Lk, Offb, Apg...).<br><br><br>9. Tag, Montag, 4.9.1995<br><br>Durchs Hinnomtal, wo ein vom deutschen Bundeskanzler Kohl gespendeter Brunnen (Kohl-Brunnen) steht,fuhren wir auf den Zionsberg und besuchten in der Dormitioabtei am Zion Altabt Nikolaus Egender OSB, der über die vielen christl. Konfessionen in Israel und Jordanien und ihr Verhältnis zueinander (ihre Ökumene untereinander) sprach. Grundsätzlich gebe es viele gute Kontakte und Gespräche, aber auch viele Reibungspunkte, z.B. den status quo (1852); Pater Nikolaus sprach auch über die Ökumene zu Muslimen und zu den Juden, über das Verhältnis zu den Judenchristen um P.Daniel Rufeisen (30.8.!) erst auf Anfrage (er sprach sonst hauptsächlich über die arabischen Christen!). Nach der Begegnung mit P.Nikolaus in einem Raum neben der Abteikirche besichtigten wir noch diese Dormitiokirche und die Krypta des Marienschlafs, um dann weiterzugehen zum sogenannten Coenaculum (Abendmahlssaal), wo ich ein Referat über den Zion hielt (AT,NT,Christentum) und zum Davidsgrab (heute wieder Synagoge; das Davidsgrab ist eigentlich nur ein Kenotaph!).<br>Durchs Zionstor und durchs jüdische Viertel gingen wir dann zur Westmauer und hörten zur Mittagszeit auf den Stufen vor der Südmauer des Tempelbergs Referate von Christoph Dinböck, Christine Drexler und Marion Grubelnik über den Tempelberg und die umliegenden Ausgrabungen, von denen wir einen Teil anschließend auch besichtigten. Am Tempelberg machten wir barfuß unsere Rundgänge durch die El-Aqsa-Moschee,und durch den prachtvollen Felsendom, ehe wir hinauskomplimentiert wurden, weil die nächste Gebetszeit bevorstand.<br><br>Nach der Mittagspause (Pizzeria gegenüber dem Österreichischen Hospiz) wurden wir auf dem Vorplatz der Westmauer Zeugen eines Bomben(fehl-)alarms, weil jemand bei den Ausgrabungen südlich des Tempelbergs seinen Rucksack vergessen hatte (wir mußten 20 Minuten warten...).<br><br>Durchs Dungtor und entlang der südlichen Stadtmauer gelangten wir zum Warrenschacht, wo Prof. Hubmann eine Anekdote aus Fleckenstein Wanderer, kommst du nach Jerusalem vorlas.<br><br>Nach der Besichtigung dieses interessanten Schachts gingen wir noch zur Davidsstadt (Ophel, Ausgrabungen; Referat Christine Drexler).<br><br>Entlang der östlichen Stadtmauer begaben wir uns dann zum Rockefeller-Museum, von wo uns der Bus wieder zu den Rosary-Sisters brachte.<br><br>Nach dem Abendessen sperrten uns die Schwestern die Dachterrasse auf, und wir konnten das 40-minütige Feuerwerk (+ Lasershow) zur 3000-Jahr-Feier Jerusalems anschauen.<br><br><br>10. Tag, Dienstag, 5.9.1995<br><br>Das heutige Programm begann mit einer Fahrt nach Bethlehem, wo wir die Geburtskirche eingehend besichtigten: Prof.Raberger erläuterte einiges zu den an den Langhauswänden angebrachten Mosaiken über mariologische und christologische Dogmen, wir besichtigten die Katharinakirche und die Grotten, v.a.die des Hieronymus (Referat Reiseleiterin und Ergänzungen von Prof.Hubmann, Prof. Niemand und Mag.Böhmisch) und dann natürlich die Geburts- und Krippengrotte; im Kreuzgang vor der kath.Katharinenkirche las Prof. Hubmann wieder einige von.Fleckensteins gesammelten Anekdoten vor.<br>Die Fahrt wurde dann zum HERODION fortgesetzt, wir erkundeten auch die erst kürzlich freigelegten Gänge Bar Kochbas. Auf der Rückfahrt nach Jerusalem besuchten wir einen großen Krippenladen in Bethlehem, in Jerusalem hielten wir auf der Haaspromenade Mittagspause (vgl.2.9.). Am frühen Nachmittag besichtigten wir das 1965 errichtete Modell des antiken Jerusalem beim Holyland Hotel; das Modell wurde zwischenzeitlich schon öfters kleineren Veränderungen unterzogen - nach dem jeweils neuesten archäologischen Erkenntnisstand.<br><br>Nach dem halbstündigen Rundgang bei diesem Stadtmodell fuhren wir zur Knesset, zur berühmten Menora, die Frau Jassur anhand einer Broschüre erklärte (Szenen aus der biblischen Geschichte und aus der Geschichte des Staates Israel bzw.des Zionismus!).<br><br>Nach einem kurzen Abstecher zum modernen Gebäude des Obersten Gerichtshofs besuchten wir das Bible Lands-Museum (kurzer, dreiviertelstündiger Rundgang durch die 20 Ausstellungsräume, vgl. Plan!):.<br><br>Sodann widmeten wir uns noch dem Schrein des Buches beim Israelmuseum und einer Abteilung des Israelmuseums nach Wahl; ich besichtigte mit Christian Hein und Klemens Leitner die Abteilung Judaica.<br><br><br>Nach dem Abendessen mit Martin.Diwold Spaziergang durch die Altstadt. (letzter Abend in Jerusalem!!!)<br><br><br><br>11. Tag, 6.9.1995<br><br>Abschied von Jerusalem<br><br>Während der Fahrt durch das Wadi Qilt und hinunter zum Toten Meer (1200 Höhenmeter hinunter!) referierte Mag. Böhmisch über Funde in Qumran schon in früherer Zeit: 3. Jh. (Origenes!) und 9. Jh.; die Legendenbildung bei den Funden von 1947 ist analog zu der aus dem 9.Jh.!!!<br><br>Die Reiseleiterin erklärt einiges zur Wüste Juda, zu den verschiedenen als Taufstelle Johannes d. T. ausgegebenen Stellen und zu Qumran (grauer Fleck als Namensbedeutung). Dann stand schon der Rundgang durch die Ausgrabungen der Essenersiedlung auf dem Programm - Irmgard Lehner hielt ein Referat über verschiedene Theorien über die Verwendung dieser Siedlung (Heiligtum, Schreibstuben, Friedhof ???). Weiter gings nach Ein Gedi, wo Sr. Marta Bayer, Herbert Altmann, Reinhard Humer und ich mit Prof. Hubmann im Wadi David eine kleine Wanderung unternahmen: zwei Wasserfälle, Palmen und auch sonst sehr schöne exotische Flora, pittoreske Felsformationen.<br><br>Das Bad im Toten Meer gemeinsam mit Reinhard Humer dauerte nur kurz - nicht einmal 10 Minuten! Mit dem Bus gings weiter nach Massada - auf der Strecke erfuhren wir von Frau Jassur einiges über das Tote Meer (Ausmaße, Kuranwendungen) und über Massada, das wir dann mit einer Kabinenbahn erreichten (relativ wenig Betrieb, wir mußten uns nirgends anstellen!). <br><br>Oben auf der riesigen Festung des Herodes des Großen hatten wir einen eineinhalbstündigen Rundgang - Ausblicke auf Tote Meer, Nordpalast mit Freskenresten, Kasematten, röm. Eroberungsrampe, Westpalast. Gegen vier Uhr nachmittag verließen wir Massada in Richtung Arad. Wir kamen dabei an Kuranstalten am Toten Meer vorbei (ausgesprochen öd!) und auch bei der Abzweigung nach Sodom, wo man den Sodomberg (ganz aus Salz !!!) sieht. Durch ein Wadi (Fotostopp) gings nach Arad - eine in den 60er-Jahren aus dem Boden gestampfte Einwandererstadt (v.a. Einwanderer aus der UdSSR; Fremdenverkehr: Arad ist Luftkurort für Asthmatiker - gewissen Bäume dürfen wegen etwaiger Allergien nicht gepflanzt werden, Industrie, die Produkte des Toten Meeres verarbeitet). Bezug der Zimmer bwz. der Bungalows im Hotel Nof Arad (Ausblick - wegen des Ausblicks auf die Wüste!). Vor dem Abendessen Aperitiv mit Klemens Klasen-van-Husen in der Hotelbar, nachher Abendspaziergang mit Martin Diwold, Herbert Altmann, Christian Hein und Klemens Leitner.<br><br><br>12. Tag, Donnerstag, 7.9. 1995<br><br>Bei der Fahrt zum nahegelegenen Tel Arad berichtet die Reiseleiterin einiges.über Industrie und Fremdenverkehr in Arad (siehe 6.9.) sowie über staatliche Aufforstungsprogramme (Eukalyptus und Tamariske) und Beduinen in der Umgebung von Arad.<br>In Tel Arad referiert Herr Kastenhofer auf der Zitadelle über die Geschichte der Besiedlung hier und über den JHWH-Altar (zwei Stelen!); Prof.Hubmann ergänzt einige Theorien (JHWH-Glaube und Sabbat von Kenitern oder Midianitern? Nomaden- und Halbnomadentum?), es folgte in der kenitischen Stadt eine Grundsatzdiskussion über die Entwicklung des Monotheismus, Nomadentum etc. (Hubmann, Raberger, Böhmisch, Niemand).<br><br>Wir besichtigen abschließend noch ein Arad-Haus und machen davor ein Gruppenfoto!<br><br>Im Bus weist uns Frau Jassur auf einen Beduinenfriedhof hin (hier schon westlich beeinflußt: denn sonst keine Grabsteine) und erzählt über die Stammesstrukturen (Scheich), die eigenen Gesetze und die Gerichtsbarkeit der Beduinen (schlimmste Vergehen Diebstahl und Schändung einer Frau - bis heute Blutrache, aber auch Sulcha=Friedensschluß; bis heute auch Verkauf von Frauen (Brautpreis), Pfannenprobe für Lügner, Beschneidung von Frauen; Schmuggel, v.a. von Autos aus Ägypten.) Auch beim Tel Beer Sheba referiert Herr Kastenhofer über die Besiedlungsgeschichte.<br><br>Wir sahen den namengebenden Brunnen vor dem Tor (vgl. Gen 21,22; Abraham!), Stadttor, Wohnhäuser; Aussichtspunkt.<br><br>Im nahegelegenen Beer Sheba findet ein bekannter Beduinenmarkt statt, momentan nur improvisiert... (Gewand, Gewürze, Weihrauch etc.) Als Europäer ist man über die Unbekümmertheit (?) angesichts des rundum liegenden Abfalls erstaunt.<br><br>Bei Dimona hatten wir dann Mittagspause in einer Raststätte, von ferne sahen wir die auf einem weiten, umzäunten Areal gelegene Atomversuchsanstalt Israels. Unser letzter Besichtigungspunkt war dann Mamshit, eine Nabatäerstadt - Elisabeth Walcherberger informierte uns, wer die Nabatäer waren, über ihre Geschichte und über wichtige Städte.<br><br>Bei unserem Rundgang durch die Ausgrabungen sahen wir den Palast des Pferdebesitzers, den Verwaltungsturm (Aussichtsturm), die beiden Kirchen (alle Nabatäerstädte haben zwei Kirchen).<br><br>Nach dem Abendessen im Hotel hatten Martin Diwold und ich eine Besprechung wegen des Abendprogramms am 8.9.!!<br><br><br>13. Tag, Freitag, 8.9.1995<br><br>Auf unserer Anreise nach Sde Boqer bzw. Avdat erzählte uns Frau Jassur über Probleme zwischen Fellachen - seßhaften Bauern - und Beduinen sowie über die drei bzw. vier verschiedenen im Lande gebräuchlichen Kalender: neben dem gregorianischen Kalender gibt es natürlich den iüdischen (8.9.1995 = 14.Elul 5755) und den muslimischen (1995 = 1473; das genaue Datum kann Frau Jassur auch nicht nennen...); die griechisch-orthodoxe Kirche stützt sich auf den gulianischen Kalender.<br>Des weiteren gibt es noch Differenzen durch Mond- und Sonnengahr (islamisches Jahr = Mondjahr; der Fastenmonat Rammadan wandert // jüdisches Jahr ist eine Kombination zwischen Solar- und Lunarjahr: alle 2-3 Jahre Schaltmonatg damit alle jüdischen Feste fallen, wie es sein sollte!<br><br>Auch über Einsatzgebiete von Eseln und Kamelen gabs interessante Informationen.<br><br>In Yeroham ist der Übergang judäische Wüste und Negev: Savanne mit Tamarisken, Kapernsträuchern, im Frühling blühen die Sun Roses in allen Farben.<br><br><br>Bevor wir in Sede Boqer ankamen, erfuhren wir noch einiges über Ben Gurion (1886-1973), der in diesem Kibbuz mit seiner Frau Paula die letzten 20 Jahre wohnte und hier auch begraben ist - er war gemeinsam mit Weizman 1948 der Staatsgründer des modernen Staates Israel.<br><br>Im Kibbuz Sde Boqer forscht man auch (Außenstelle der Uni Beer Sheba), wie man die Wüste mit aufbereitetem Brackwasser fruchtbar machen könnte (außerdem auch Solarenergieforschung!).<br><br><br>Wir besuchten das Grabmal Ben Gurions, das inmitten eines Arboretums angelegt ist (Bäume/Pflanzen aus aller Welt, die wüstengeeicht sind!).<br><br><br>Ein Stückchen weiter begannen wir unsere dreiviertelstündige Wanderung durch den Canyon von Ein Avedat (mit bizarren Verwerfungen; enge Schlangenpfade, Leitern...); nach einer kurzen Busfahrt waren wir dann schon beim Tel Avdat, wo wir vorerst einen Abstecher zum Oboda-Grab (aus der Nabatäerzeit; mit arkadenartigen Grabnischen) machten; am Tel besichtigten wir den Verwaltungsturm, Weinpresse, Zitadelle, Tor, St.Theodors- und Nordkirche sowie am Fuß des Hügels die verschiedenen Vorratshöhlen.<br><br>Schließlich fuhren wir weiter nach Mizpe Ramon, eine kleine Militärstadt, die am Maktesh Ramon liegtder Ramon-Krater ist ein geologisches Fenster (40 km lang, 10 km breit und 300 Meter tief), gemeinsam mit dem syrischafrikanischen Graben; die geologischen Schichten wurden durch Verwitterung freigelegt.<br><br>Nach der Mittagspause beim Aussichtsplateau besichtigten wir das Museum (Film) zur Geologie des Kraters.<br><br>Gegen drei Uhr Heimfahrt über Yeroham (vgl.auch oben!; Einwandererstadt, v.a. Afrikaner und Russen) und durch einen weiteren Krater, den sogenannten Großen Krater (der aber kleiner ist als der Maktesh Ramon!).<br><br>Vor dem Abendessen Kiddusch, während des Abendessens Sabbatlieder einer jüdischen Reisegruppe (Sabbatbeginn!!!). 20.30 Uhr Abendprogramm am Swimmingpool des Hotels Nof Arad - Martin Diwold und ich gestalteten eine halbe Stunde eine Art Kabarett über die Reise und über einige Reiseteilnehmer; Prof.Hubmann überreichte an Prof. Raberger zum 56.Geburtstag (9.9.!) einen Holzesel und eine Eselkarte mit den Unterschriften aller Mitreisenden. Nachher Gespräch mit Prof. Raberger; in der Hotelbar mit Peter Vondrak, Karl Eglseer und Martin Diwold.<br><br><br>14. Tag Samstag, 9. 9 .1995<br><br>Beim Frühstück im Hotel in Arad vor unserer Abreise beanstandete ein Jude, daß der Getränkeautomat in Betrieb war (stört die Sabbatruhe) und überprüfte auch das Frühstücksbuffet, ob alles dem Sabbat entsprechend war...<br><br>Wir verließen Arad und fuhren fast bis Beer Sheba und dann zum Tel Lachisch - die umliegenden Ausläufer der Berge von Hebron sind bereits bewaldet bzw. wieder aufgeforstet; die Strecke führte östlich vom Philisterland, vorbei am Terebintental nach Qiryat Gat (Entwicklungsstadt), von dort fuhren wir ein kleines Stück auf der neuen Verbindungsstraße Gaza - Jericho. Tel Lachisch ist noch kein Nationalpark, die Ausgrabungen sind ziemlich vernachlässigt, und man braucht bei all den Überwucherungen ziemlich viel Phantasie... Gut sichtbar sind v.a. die Toranlagen und die Festung sowie eine persische Zisterne.<br><br>Vor dem Rundgang durch das Gelände referierte Prof. Hubmann länger über Sanherib, über assyrische Reliefs aus Ninive, die die Eroberung Lachischs zeigen; Briefe, die am Tor von Lachisch gefunden wurden. Hubmann spricht dann allgemein über Schriftentwicklung und kritisiert daraus resultierend die Datierungsansätze der klassischen Quellentheorien.<br><br>Unser letzter Tel stand mit Beth Guvrin auf dem Programm - in einer Glockenhöhle überreichte uns Frau Jassur Pilgerurkunden aus Jerusalem; die Glockenhöhlen waren unterirdische Steinbrüche.<br><br>Tel Marisha liegt in der Nähe und gehört zum selben Nationalpark wie die Glockenhöhlen; Marisha war wahrscheinlich der Herkunftsort Herodes des Großen. In unterirdischen Höhlen wurden hier Kolumbarien Ölpressen, Zisternen und Speicher eingerichtet.<br><br>Nachdem wir all das besichtigt hatten, schauten wir uns auch noch eine wunderbar ausgemalte Grabhöhle - das sogenannte Sidonische Grabmal - an (die Malereien wurden restauriert bzw.rekonstruiert!). In einer Raststätte nahe des Ausgangs des Nationalparks hielten wir Mittagspause. Dann fuhren wir zu unserem Hotel in Bat Yam (Armon Yam) und bezogen gleich um halb vier nachmittag die Zimmer; letzter Programmpunkt (fakultativ!) der ganzen Reise war dann die kleine Altstadt von Jaffa und der Hafen. Am Platz der Altstadt steht die Petruskirche (vgl. Apg 10).<br><br>Nach dem Abendessen im Hotel hielt der Abgeordnete Severin Renoldner eine breit ausgeführte Rede - Laudatio - für unseren Reiseleiter Prof. Hubmann; eine Gabenprozession schloß sich an: jede/r Reiseteilnehmer/in überreichte Prof. Hubmann einen Scherben von einem Tel ...<br><br><br>Ein Abendspaziergang dem Meeresstrand entlang war ein würdiger und romantischer Abschluß der Reise - eine nur kurze Nacht stand uns bevor!<br><br><br>15. Tag, Sonntag, 10.9.1995<br><br>Mitten in der Nacht gab es ein kleines Frühstück im Hotel Armon Yam, ehe wir um 3.15 Uhr Bat Yam verließen. Mit dem Bus eine halbe Stunde nach Lod - Flughafen Ben Gurion, wo Prof.Hubmann unserem Fahrer Issam das Trinkgeld übergeben konnte. Sicherheitscheck (auch mein Koffer wurde untersucht); Frau Jassur verabschiedete sich! Mit einer halben Stunde Verspätung flogen wir um 7.15 Uhr wieder mit El-Al nach Wien ab. Nach einer Ehrenschleife über dem Neusiedlersee landete die Boeing 767 in Schwechat, von wo wir mit einem Autobus der Firma Pernsteiner wiederum abgeholt wurden.<br>Gegen 14.30 Uhr kamen wir in Linz an. <br><br>DEO GRATIAS! <br><br><br>--------------------------------------------------------------------------------<br>Version 1 vom 19.1.1998: http://www.asn-linz.ac.at/schule/religion/kthl/israel95.htm

#279   Dominus flevit?11.02.2003 - 23:10
Paraneua!

#278   Test!11.02.2003 - 23:10
Dies ist G o o g l e s Cache von http://www.ahlen.de/stmichael/fahrten/israel/israel2000/info05.html.<br>Das Archiv von G o o g l e enthält Momentaufnahmen von Webseiten.<br>Unter Umständen wurde die Seite inzwischen verändert.Klicken Sie hier, um zur aktuellen Seite ohne Hervorhebungen zu gelangen.<br><br><br>Google steht zu den Verfassern dieser Seite in keiner Beziehung. <br>Diese Suchbegriffe wurden hervorgehoben: dominus flevit <br> <br> <br><br>--------------------------------------------------------------------------------<br> infos | fotos | teilnehmer <br> > das programm <br> Informationen zu Dominus Flevit <br><br> <br>Jerusalem - Dominus Flevit <br> <br>Jerusalem! Jerusalem! Du tötest die Prohpeten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Kücken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt. Darum wird euer Haus (von Gott) verlassen. Und ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr mich nicht mehr sehen, bis ihr ruft: Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! <br>Mt 23, 37-39 <br>Als er näher kam und die Stadt sah, <br>weinte er über sie und sagte: Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen. Es wird eine Zeit für dich kommen, in der deine Feinde rings um dich einen Wall aufwerfen, dich einschließen und von allen Seiten begrängen. Sie werden dich und deine Kinder zerschmettern und keinen Stein auf dem andern lassen; - denn du hast die Zeit der Gnade nicht erkannt. <br>Lk 19, 41-44 <br>Geschichte <br>Am Westhang des Ölberges weinte Jesus im Anblick der Heiligen Stadt (Lk 19, 41-42). Die Überlieferung sich dieses Ereignis am Ort, der heute Dominus flevit (der Herr weinte) genannt wird. <br>Die heutige Kapelle, in Form einer Träne, wurde vom Architekten Barluzzi (1955) auf Ruinen einer vorhergehenden gebaut, von der noch ein schöner Mosaikfussboden mit Fruchtmotiven erhalten ist <br>(7. Jh.). <br>Wer in diesem Raum die Eucharistie feiert, geniesst - wie zur Zeit Jesu - einen herrlichen Blick auf die Heiligen Stadt. Die ausgrabungen, die vom Studium Biblicum Franciscanum unter der Leitung von P. Bagatti (1953-55) unternommen wurden, haben unter den Gelehrten großes Aufsehen erregt. Man fand dabei einen jüdisch-christlichen Friedhof aus dem 1. Jh. n. Chr. <br>Die Ossuaria oder Steinkassetten für die Aufbewahrung der Gebeine weisen zahlreiche <br>Kritzeleien (Graffiti) mit einigen der ältesten christlichen Symbolen auf. Es fällt unter anderem ein Monogramm vom konstantinischen Typ ins Auge, doch auf Grund dieser Entdeckung muß dieser Typ als viel älter betrachtet werden, nämlich als judenchristlich (Konstantin starb im Jahre 337 A.D.). <br>Ferner wurden hier wertvolle Sakrophage mit Pflanzenschmuck oder geometrischen Mustern gefunden, die zu den schönsten der römischen Zeit zählen. <br>Heute befinden sie sich im Museum der Flagellation (Geisselungskapelle). <br> <br><br>zurück zur Programm-Übersicht oder zur Hauptseite<br><br>Gruß Bioeule! <br><br> <br>

#277   Test!11.02.2003 - 23:10
Test!

#276   Test!11.02.2003 - 23:10
Test!

#275   Test!11.02.2003 - 23:10
<br> <br><br> <br> <br> <br> <br> <br> <br> <br> <br> <br>Ich selbst habe gerade eine Gruppe im Heiligen Land geleitet. Ich sehe in der jetzigen Situation eine besondere Verantwortung der Reiseveranstalter. <br>Martin Burzlaff, Pilgerstelle im Bistum Münster. <br> <br> <br> <br><br>Es war eine wertvolle Erfahrung, die wir jederzeit wiederholen würden. <br><br>Johannes Kimberger aus Fürth<br> <br><br> <br> Kann man jetzt ins Heilige Land reisen? <br>Die Frage, ob man in diesen Wochen und Monaten ins Heilige Land reisen soll, beschäftigt viele Christen. Einige haben eine Reise gebucht und sind jetzt unsicher, ob sie die Reise antreten sollen. Andere, die schon lange den Wunsch nach einer Pilgerreise zu den Stätten Jesu haben, zögern eine Reise zu buchen. <br>Auch die Kinderhilfe Bethlehem beschäftigt sich mit dem Thema Reisen ins Heilige Land. Nicht nur, dass das Werk zum 50-jährigen Bestehen des Caritas Baby Hospitals im Frühjahr 2002 eine Reise für Freunde und Förderer anbieten möchte, sondern das Caritas Baby Hospital hat auch direkt mit Pilgerreisen im Heiligen Land zu tun. Viele Gruppen machen auf ihrem Weg zur Geburtskirche im Caritas Baby Hospital halt, um sich über die Arbeit der Kinderhilfe Bethlehem vor Ort zu informieren. <br>Martha Troxler und Erwin Schlacher betreuen Pilgergruppen, die das Caritas Baby Hospital besuchen. Aus einer Diskussion mit ihnen über die jetzige Lage in Bethlehem ist die Idee erwachsen, das Für und Wider einer Reise auf der KHB-Internetseite weiter abzuwägen. <br>Unser Ziel ist es, Impulse zu geben, über Pilgerfahrten ins Heilige Jahr nachzudenken. Wir möchten Argumente austauschen, ohne einen Rat zu erteilen. Dies wäre angesichts der sich schnell ändernden Lage auch nahezu unmöglich. Darum wollen wir auch keine abschließende Antwort auf die einleitende Frage geben. Die Entscheidung für oder gegen eine Reise muss jeder eigenständig treffen. <br>Lesen Sie unsere Statements, die sich nicht einer einzelnen Person zuschreiben lassen, sondern das Ergebnis verschiedener Diskussionen sind. <br><br>Alle Interessierten sind selbstverständlich herzlich eingeladen mitzudiskutieren! <br> <br> Eine wertvolle Erfahrung <br><br><br>Gerade (September) komme ich mit meiner Familie von einer Reise nach Israel zurück. Die dortigen Zustände empfanden wir als sehr unterschiedlich: In Nazareth konnten wir von den Konflikten nichts mitbekommen. Der Aufenthalt in Bethlehem mußte von uns leider nach 2 Tagen abgebrochen werden, da wegen der Straßensperren eine Rückfahrt von Jerusalem nach Bethlehem unmöglich war. In den Nächten konnten wir laufen Gewehrfeuer und Granaten sehen und hören. Direkte Gefahr für uns bestand jedoch nicht. Die Reise war für uns eine wertvolle Erfahrung und wir würden diese Reise jederzeit wiederholen, auch unter diesen Bedingungen. <br>Johannes Kimberger, Fürth <br>Pilgerreise zur lebendigen Kirche im Heiligen Land <br><br>Wir reisen ins Heilige Land, weil wir zu den Ursprüngen unseres Glaubens kommen möchten. Das bedeutet mehr, als nur Kirchen zu besichtigen. Wenn wir uns mit der lebendigen Kirche im Heiligen Land beschäftigen möchten, müssen wir Kontakt mit ihr aufnehmen. Die meisten Christen sind Palästinenser. Wir finden sie zum Beispiel in Nazareth oder Bethlehem. Eine Pilgerfahrt kann nicht ohne ein Treffen mit einheimischen Christen auskommen, auch wenn uns die Reise in die palästinensischen Gebiete führt. Eine Pilgerreise ohne Bethlehem ist nicht vollständig.<br>Pilgerreise als Lebenstraum <br><br>Ich werde in meinem ganzen Leben wahrscheinlich nur einmal die Chance zu einer Reise ins Heilige Land haben. Wenn ich diese Pilgerreise heute buche, fehlt mir die Vorfreude auf die bevorstehende Reise. Nach jedem Attentat muss ich mich vor Freunden, Bekannten und mir selbst rechtfertigen, warum ich in dieses Land fahre. Solange die öffentliche Stimmung mir meine Vorfreude unmöglich macht, werde ich nicht reisen.<br>Pilgerreise aus Solidarität <br><br>Für die Christen im Heiligen Land ist das Kommen von Pilgergruppen auch ein Zeichen der Solidarität. Sie erleben, dass sie uns nicht gleichgültig sind. Wir kommen zu ihnen ins Land, wir besuchen sie und erleben im gemeinsamen Gebet das verbindende Band. Uns Christen darf das Schicksal der Palästinenser nicht gleichgültig sein, denn ihr Schicksal ist das Schicksal der einheimischen Christen.<br>Risiko nicht anders als sonst <br><br>Israel und die palästinensischen Gebiete waren immer eine spezielle Region. Das Risiko, dass mein persönliches Wohl durch ein Attentat oder eine gewaltsame Auseinandersetzung beeinträchtigt wird, ist ähnlich hoch, wie es vor einem oder zwei Jahren war. Das Risiko ist vergleichsweise gering, nur die öffentliche Wahrnehmung hat sich verändert.<br> Pilgerreisen als Einnahmequelle <br><br>Ohne Tourismus bricht die palästinensische Wirtschaft noch mehr zusammen. Gerade Bethlehem ist hochgradig von Reisenden abhängig. <br>Reisewarnung <br><br>Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hält Reisen nach Israel zwar für unbedenklich, aber vom Besuch der palästinensischen Gebiete rät man dort ab, und auch das Betreten Ost-Jerusalems mit der Altstadt wird nur mit einheimischer Führung empfohlen. Diese Einschätzung gilt vor allem für Individualreisende, die sich nur schwer über die Ereignisse im Land auf dem Laufenden halten können. Das Statement des Auswärtigen Amtes lesen Sie hier.<br>Schutz als Tourist <br><br>Touristen waren anders als in Ägypten bisher nie in Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern verwickelt.<br>Routinemäßigen Konflikten aus dem Weg gehen <br><br>Nicht alle, aber viele Auseinandersetzungen in den palästinensischen Gebieten laufen „routinemäßig“ ab. Man weiß häufig, wann es zur Konfrontation an Straßensperren oder bei Siedlungen kommt. Für diese Zeit meidet man solche Orte. Diese „Alltagsstrategie“ benutzen auch die Einheimischen, um sich zu schützen. Aber auch sie wissen nie genau, was passieren wird.<br>Mit Christen mitfühlen <br><br>Es ist ein einschneidendes Erlebnis, wenn man wie Palästinenser eine Straßensperre überqueren oder den Bus wechseln muss. Für einen Touristen wäre dies eine nicht hinnehmbare Unannehmlichkeiten, für Christen auf einer Pilgerreise zur lebendigen Kirche im Heiligen Land ist dies die Erfahrung, wie Christen sie alltäglich leben. So fällt es uns leichter, sie zu verstehen.<br>Medienwirklichkeit und Realität <br><br>Die öffentliche Wahrnehmung in Deutschland und der Schweiz ist durch die Medien geprägt, die in der Regel über Brennpunkte berichten. Gewalt und Gegengewalt spielen sich an wenigen und meist auch bekannten Orten ab, die man meiden kann. Es ist schwer, zwischen der Medienwirklichkeit und der Realität zu unterscheiden. <br>Pilgerreise als Bereichung für den Glauben <br><br>Eine Reise ins Heilige Land kann gerade zum jetzigen Zeitpunkt eine echte Bereicherung für den Glauben sein. Viele Orte sind lange nicht so überfüllt, wie es zu Beginn des Jahres 2000 war. Die Ruhe gibt Raum für echte Glaubenserfahrungen an den Heiligen Stätten.<br>Pilgerreise für den Frieden <br><br>Ständig beten wir für den Frieden Jerusalems. Warum sollen wir dieses Gebet nicht auch in Jerusalem sprechen und unseren Glauben auf diese Weise leben. Als Pilger auf den Spuren Jesu sichern wir auch ein wenig die Präsenz der christlichen Werte im Heiligen Land.<br>Erfahrungen sprechen für eine Reise <br><br>Pilgergruppen, die in den letzten Monaten ins Heilige Land gereist sind, berichten sehr viel Positives. Sie zeichnen ein anderes Bild, als wir es in den Nachrichten sehen. Sie fühlten sich während ihrer Reise nicht in Gefahr. Der Besuch der palästinensischen Gebiete ist zwar mit mehr Mühen verbunden, die aber gern in Kauf genommen werden. <br>Vertrauen und Flexibilität <br><br>Wer jetzt ins Heilige Land reist, muss Vertrauen in den Reiseveranstalter und den Reiseleiter haben. Voraussetzung für eine schöne Pilgerfahrt ist, dass die Teilnehmer flexibel sind und auf notwendige Programmänderungen gelassen reagieren. <br>Andere Medien anderes Bild <br><br>Eine Reise ist mit israelischer Leitung auch zurzeit kein Problem. Wer die israelischen Medien verfolgt, erhält sowieso ein ganz anders Bild von der Situation. Zum Beispiel die Jerusalem Post (englisch sprachig).<br>Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie an info@khb.ch <br> <br> [Kinderhilfe Bethlehem] [Caritas Baby Hospital] [Projekte] [Leben in Bethlehem] [Im Spiegel der Presse] <br>[Info-Material] [Pilgern im Heiligen Land] [Volontär] [Feedback/Adressen] <br>© KHB 2001 <br>

#274   Test!11.02.2003 - 23:10
Test!

#273   Test!11.02.2003 - 23:10
Test!

#272   Bioeules Eintrag zum Münsteraner-Felsendom-Bild wurde zum Absturz gebracht!11.02.2003 - 23:10
Für Münsteraner gilt, wie es scheint, der Felsendom? Politisch vor allem gilt der Welle Hohn!<br>Was gilt mitten im Baum Sephirot für den alten und neuen Bund?<br>Der Gottes- und Menschensohn, denn der hält uns gesund!<br><br>Kyrie eleison! Christe eleison! Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!<br><br>Gruß Paraneua2002.de!<br>

#271   Test!11.02.2003 - 23:10
Test!

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