Mit Walnussblättertinktur und Bio-Aprikosentinktur im Giesswasser gegen Herbizidschäden in Ihrem Garten! Mit Erfolg engesetzt! Es gibt ja immer mal kranke Nachbarn, die einem solches Zeug rüberspühen?!

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Am 20. Juli 2013 machte ich bei einer kleinen Fahrradtour am Rande der Gemeinde Heek nachfolgende Enddeckung: Ich sah wie gegen 15:00 Uhr bei sommerlichen ca. 27 Grad Außentemperatur eine männliche Person von der Straße aus eine für mich nicht zu bestimmende Flüssigkeit in den Wald spritzte.

Herbizideinsatz-Heek-08

Als ich die Person befragte, was sie denn da wohl in den Wald spritzen würde antwortete sie mir, das sie im Namen der Fürstlichen Forstverwaltung das Herbizid Glyphosat in die Unterbepflanzung der großen Bäume einbringt um diese (Unterpflanzen) abzutöten. Das Waldstück an diesem Straßenrand würde bald abgeholzt werden um es dann wieder neu aufzuforsten.

Das die landwirtschaftlichen Betriebe mit diesem Mittel auf ihren Feldern nicht gerade zimperlich umgehen wusste ich ja schon, aber dass es so vorbehaltlos in bewaldeten Bereich eingetragen wird macht mich doch sehr nachdenklich.

Nach Informationen der biologischen Station Zwillbrock und des Revierförsters sind solche Maßnahmen bisher rein rechtlich nicht zu beanstanden und damit legal!

Da der sichtbare toxische Erfolg der Spritzmaßnahme erst nach fast einer Woche eintritt (siehe Foto), mag ich erst gar nicht daran denken, wenn kurz nach dem aufspritzen des Herbizid Menschen in diesem Bereich nach Brombeeren, Blaubeeren oder Himbeeren suchen und diese anschließend verzerren würden…

Herbizideinsatz-Heek-07

Schon kurze Zeit später bekam ich die ersten Anrufe besorgter Bürger was denn da denn wohl geschehen sei, das der untere Teil des Waldes krank oder wie nach einem Feuer völlig braun abgestorben aussieht.

Dieses Foto zeigt eindrucksvoll, wie bis auf eine Höhe von fast vier Meter der Strauch- und Jungbäumebereich abstirbt uns alles Grün darunter auch.

Dieses Foto zeigt eindrucksvoll, wie bis auf eine Höhe von fast vier Meter der Strauch- und Jungbäumebereich abstirbt uns alles Grün darunter auch.

 

Im Anschluss für alle Naturfreunde mal einige Informationen zu diesem besonderen Stoff „Glyphosat“ des Landwirts und Försters Lieblingsherbizid!

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Glyphosat ist das weltweit Meistverkaufte und am häufigsten eingesetzte Herbizid (Pflanzengift). Der US-Agromulti Monsanto brachte es 1974 unter dem Namen Roundup auf den Markt. Heute wird Glyphosat in zahlreichen Varianten von verschiedenen Unternehmen produziert.

Glyphosat wird über die Blätter aufgenommen und wirkt in der gesamten Pflanze. Es hemmt einen lebenswichtigen Stoffwechselprozess und tötet innerhalb einer Woche – Unkräuter ebenso wie Nutzpflanzen. In der deutschen Landwirtschaft werden jährlich über 5000 Tonnen Glyphosat ausgebracht, um das Unkraut auf den Äckern kurz vor der Aussaat abzutöten und um Getreide oder Raps zur Ernteerleichterung tot zu spritzen. Glyphosathaltige Spritzmittel werden außerdem im Obstbau sowie beim Anbau von Weihnachtsbäumen eingesetzt. In Deutschland sind 82 glyphosathaltige Mittel zugelassen, 45 davon für den Haus- und Kleingarten.

Roundup ist die Ursache für die Entwickelung der Gensoja. 1996 baute Monsanto ein bakterielles Gen in Sojabohnen ein, damit diese den Giftregen überleben. Seither werden Gen-Soja, -Mais, -Raps, -Zuckerrüben, -Baumwolle und – Alfalfa vor allem in Nord- und Südamerika kommerziell angebaut.

Mehr als 80 Prozent der Pflanzen sind herbizidresistent, überwiegend gegen Glyphosat. Monsanto ist der führende Hersteller von Glyphosat sowie von Gen-Saatgut. In der EU dürfen glyphosatresistente Pflanzen bisher noch nicht angebaut werden, allerdings droht nach wie vor die Zulassung.

Krebsauslöser – Embryonenkiller

Glyphosatresistente Gensoja wird als Futtermittel eingesetzt. Über Brot, Müsli, Eier, Milch und Fleisch gelangt Glyphosat auf unsere Teller, ebenso wie die in Anwendungsmischungen zugesetzten Tallowamine und das Abbauprodukt AMPA. Beide sind wesentlich giftiger als Glyphosat selbst. Daher sind Tallowamine in Deutschland verboten. In Roundup ist ihr Einsatz als Zusatzstoff jedoch weiterhin erlaubt.

Glyphosat konnte bereits im menschlichen Blut und Urin nachgewiesen werden. Kritische Studien belegen gravierende gesundheitliche Risiken von Glyphosat, Tollwaminen und AMPA schon bei geringsten Konzentrationen. Besonders besorgniserregend sind Hinweise auf eine hormonelle Wirkung. Auch Krebs, Zelltod, Fruchtbarkeitsstörungen sowie die Schädigung von Erbgut, Embryonalentwicklung, Immun- und Nervensystem sowie Leber zählen zu den Folgen.

In ländlichen Regionen Lateinamerikas, in denen glyphosatresistente Pflanzen angebaut werden, hat sich von 2000 bis 2009 die Krebsrate bei Kindern verdreifacht. Die Rate der Fehlgeburten und Fehlbildungen stieg nahezu um das Vierfache an.

Ob und in welchem Umfang Rückstände von Glyphosat in Nahrungsmitteln auftreten, wird nur sporadisch kontrolliert. Überprüft werden vor allem Gemüse und Obst, bei deren Anbau Glyphosat kaum angewendet wird. Tallowamin-Kontrollen finden nicht statt.

Umweltgift der besonderen Art

Der Anbau genmanipulierter glyphosatresistenter Pflanzen führt zu großen Umweltbelastungen.

Glyphosat schädigt das Bodenleben, fördert krankheitserregende Pilze, beeinträchtigt die Aufnahme von Mikronährstoffen sowie die Krankheitsabwehr der Pflanzen und mindert den Ertrag. Pflanzenkrankheiten, die bislang als beherrschbar galten, treten verstärkt auf. Besonders giftig istb Glyphosat für Insekten, Amphibien, und Fische. Sterblichkeitsraten von 53 bis 100 Prozent sind bei Insekten keine Ausnahme.

Glyphosat und AMPA reichern sich im Boden an. Die Halbwertszeit von Glyphosat (die Zeitdauer, bis die Hälfte seiner biologischen Aktivität verloren geht) beträgt 3 bis 240 Tage, AMPA hat eine Halbwertszeit von 78 bis maximal 875 Tagen. In den USA wurden in Teichen Glyphosat-Spitzenwerte von 1700 Mikrogramm pro Liter gemessen. Der EU- Trinkwassergrenzwert beträgt 0,1 Mikrogramm pro Liter.

Das Totalherbizid reduziert die pflanzliche Artenvielfalt auf dem Acker. Dadurch fehlen Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum. Durch die dramatische Ausbreitung lebensfeindlicher Soja-Monokulturen in Lateinamerika werden artenreiche Lebensräume wie Regenwälder und Savannen vernichtet.

Explosion der Super – Unkräuter

Glyphosat verursacht eine starke Zunahme resistenter Unkräuter. Das erste wurde nach nur drei Jahren Gensojaanbau in den USA gefunden. Mittlerweile breiten sich 23 glyphosatresistente Arten auf Millionen von Hektar aus.

Die Folge: Noch mehr Pflanengifte. Den Bauern und Landwirten entstehen dadurch Zusatzkosten von bis zu 44 Dollar pro Hektar. Von 2001 bis 2007 verdoppelte sich der Glyphosat-Einsatz in den USA auf über 80 Millionen Kilogramm pro Jahr. Die Veröffentlichung der Zahlen wurde daraufhin eingestellt. In Lateinamerika wurden 2008/2009 ca. 350 Millionen Liter Glyphosat gespritzt. Im Wechsel mit Glyphosat werden wieder „alte“ extrem giftige Herbizide eingesetzt, die zum Teil wegen ihrer hohen Giftigkeit für den Menschen in der EU verboten sind. Daher entwickelt die Industrie Gen-Pflanzen, die nicht nur Glyphosat, sondern auch weitere Herbizide überleben, die zusätzlich zu Glyphosat gespritzt werden. Doch die Unkräuter sind schneller: Einige sind bereits jetzt gegen mehrere Herbizide resistent.

Selbst Monsanto empfiehlt inzwischen den Einsatz zusätzlicher Herbizide und traditionelle Regulierungsmethoden. Weil die resistenten Unkräuter nicht mehr zu beherrschen sind, geben bereits die ersten Landwirte ihre Höfe auf.

Auch hier bei uns im Kreis Borken sind die Auswirkungen von Glyphosat überall in der Kulturlandschaft Sichtbar. Wer genau hinschaut Ein besonders makaberes Beispiel für den ungezügelten Einsatzu dieses toxischen Präparates

Mehr Informationen zur Gentechnik finden Sie auf www.umweltinstitut.org

Quelle: Flyer der Umweltstiftung München e.V. Stand Juni 2013

Herbert Moritz
für den NABU im Kreis Borken

 

 

 

 

 

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Strafanzeige bezüglich Pestizidausbringung in Hammelspring

Mein Name ist Gabriele Seydel. Vor 9 Jahren habe ich das Grundstück Etashof 1 in Hammelspring erworben, um mir hier eine Existenz aufzubauen.

Das Grundstück ist 1,5 ha groß und ich habe hier viel Mühe, Geld und Arbeit investiert.

Mittlerweile ist das Land biozertifiziert und ich lebe finanziell in erster Linie vom Verkauf von Wildkräutern, die auf meinem Hof wachsen.

Außerdem habe ich >40 "Gnaden"tiere, die hier leben: Ziegen, Gänse, Hühner, Kaninchen und eine Katze. Auch diese Tiere finanziere ich hauptsächlich über den Wildkräuterverkauf.

Außerdem betreibe ich hier eine Naturheilpraxis, unentgeltlich oder allenfalls auf Spendenbasis.

Den Hof umgeben zur West- und Südseite hin 53 ha bis vor kurzem ebenfalls biozertifiziertes Ackerland, welches bis Montag, den 20.8.2012 seit sieben Jahren ausschließlich mit Luzerne, Klee und Löwenzahn (plus Ackerkräutern) bewachsen war.

Am Rande dieses Ackers befindet sich einer meiner Ziegenausläufe.

Am Vormittag des 20. August gegen 9:30 Uhr wurde, ohne mich vorher darüber zu informieren, dieses Ackerland mit dem Totalherbizid "Figaro", einem Glyphosat-Präparat, flächendeckend totgespritzt. Meine Ziegen standen in ihrem Auslauf am Ackerrand. Ich kam zufällig dazu, als der Traktor mit dem Gerät zur Mittelausbringung bereits die erste Runde gedreht hatte. Es wehte ein schwacher Wind aus Richtung Westen, und es stank nach dem Mittel.

Ich habe etwa zwei Stunden gebraucht, um die Ziegen aus dem Auslauf in die Mitte des Hofes zu bringen, um sie vor weiterer Kontaminierung zu schützen. Zunächst habe ich allein versucht, die Tiere einzutreiben, da mir das aber nicht gelang, habe ich dann Bewohnerinnen von Etashof 4 dazu gebeten. Da hat es dann geklappt.

Noch während wir auf dem Feld mit den Ziegen beschäftigt waren, wurde der Wind stärker und damit auch der Gestank, in dem wir uns alle aufhielten. So gegen 12 bis 13 Uhr regnete es dann recht heftig. Das Netzmittel benötigt mindestens 6 Stunden, um das Glyphosat an das Blatt zu binden. Da aber erstens ein stärkerer Wind wehte, und es zweitens ca. 3 Stunden nach dem Spritzen stark regnete, kann davon ausgegangen werden, dass das ausgebrachte Mittel erstens ins Grundwasser und zweitens auf meinen Wildkräuterhof gelangt ist.

Am Montagabend des selben Tages begannen bei mir erste Krankheitssymptome in Form von verstopfter Nase, Hals- und Rachenschmerzen. Ab Dienstag wurden auch die Tiere krank, die am dichtesten am gespritzten Feld gestanden hatten. Am Dienstagabend verstarb eins der Tiere.

Mittwoch früh ging ich selbst zur HNO-Ärztin, um den Zustand meiner Luftwege dokumentieren zu lassen. Es wurden heftige Reizerscheinungen bestätigt. Die Beschwerden steigerten sich noch in Richtung Kehlkopf- und Lungenbeschwerden. In den von mir nachts telefonisch konsultierten Giftnotrufzentralen Berlin und Göttigen sagte man mir, es gäbe keine ursächliche Behandlung und wenn die Beschwerden stärker würden, solle ich mir in der Rettungsstelle Kortisonspray abholen.

Da ich den Ziegenbock innerhalb kurzer Zeit hatte versterben sehen und es mir nicht gut ging, war ich doch etwas besorgt um mein weiteres Schicksal. Aber gottlob lebe ich noch. Was auch der Tatsache zu verdanken ist, dass ich mit Frau Prof. Krüger von der Tierklinik der Uni Leipzig in Kontakt gekommen bin. Sie forscht an und über Glyphosat und es besteht kein Zweifel, dass diese Substanz nicht "nur" aufs grüne Blatt wirkt, sondern auch Stoffwechselkreisläufe bei Mensch und Tier unterbricht.

Sie hat mir und den Tieren Medikamente zur Verfügung gestellt, mit denen wir (über)leben können, bis das Zeug halbwegs abgebaut ist im Körper.

Außerdem wird sie Urin-, Boden- und Pflanzenproben des Hofes auf Glyphosatrückstände untersuchen. Die Pflanzen"schutz"mittelstelle in Prenzlau hat auch zwei Mitarbeiterinnen entsandt, die sich den Hof angesehen haben. Allerdings bereits am Freitag, den 24.8. Da war noch nicht das zu sehen, was jetzt zu sehen ist. Nach Beurteilung des Gärtnermeisters Andreas Hinz aus Petershagen handelt es sich bei der plötzlichen Verfärbung der Kräuter vor dem Ziegenauslauf ins gelblich/bräunliche um die Wirkung des abgedrifteten Herbizides. Ich habe das alles auch per Foto festgehalten.

Ich zeige hiermit den Besitzer des Feldes bzw. den Ausbringer des Mittels an

1. wegen fahrlässiger Körperverletzung in Bezug auf meine Atmungsorgane,

2. da Tiere in Deutschland bedauerlicherweise als Sache gelten, wegen Sachbeschädigung: vier kranke "Gnaden"tiere, ein fünftes Gestorbenes. Die anderen Tiere, die etwas weiter wegstanden, sind bisher zwar nicht akut erkrankt, wurden aber auch prophylaktisch behandelt.

Offensichtlich stellte die Art und Weise der Mittelausbringung einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar.

3. wegen Geschäftsschädigung: Montag ist mein Kräutererntetag und ich konnte auf Grund dieser Vorkommnisse hier bereits zweimal keine Kräuter ernten. Ich habe einen biozert. Wildkräuterhof und kann meinen Kunden keine möglicherweise mit Glyphosat kontaminierte Ware anbieten.

Ich muss erst die Analysen abwarten und das kann dauern.

Auch meine Tätigkeit als Heilpraktikerin konnte ich aus o. g. gesundheitlichen Gründen, die mit dem Herbizid zusammen hingen, zehn Tage lang nicht ausüben.

Ich erwarte - zumindest - finanzielle Entschädigung der Abdrift-Vergiftungs-Ernteausfallfolgen und aller damit im Zusammenhang für mich entstandenen Kosten.

Der ideelle Schaden sowie das, was dem 53 ha Biotop zugefügt wurde, wird wohl noch eine Weile zur Heilung brauchen.

Was diese Seite der Angelegenheit betrifft, so handelte es sich um ein 53 ha großes Biotop am Rande des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin, eine Zierde für die ganze Region. Mit Feldlerchen, Kranichsammelplatz, Heimstätte für Igel, Schmetterlings- und andere Insektenarten und eine Augenweide bezüglich der Blütenpracht. Jetzt ist das alles tot. An meinem Grundstücksrand breiten sich die Spinnmilbe und Blattpilze aus, weil das natürliche Gleichgewicht zerstört wurde. In der Dämmerung hole ich Igel vom Feld, die vergeblich ihre einstigen Futterplätze aufsuchen. Ein toter Fuchs liegt auf dem Hof bei mir - vielleicht hat er zu viele vergiftete Mäuse gefressen. Und dort, wo sonst tierisches und pflanzliches Leben ein Bild der Harmonie bot, sitzen jetzt Schwärme von Krähen auf dem zerstörten Land, um sich die vergifteten Würmer und Mäuse zu angeln.

Ein Land, das solch ein kostbares Fleckchen nicht im Stande ist zu schützen (z. B. auch durch entsprechende Gesetze) muss als armselig bezeichnet werden. In vielen anderen Bundesländern gibt es Gesetze zum Schutz von Flächen, die zehn Jahre und länger (unverändert) bestehen und zum Naturschutzgebiet geworden sind. Die Tiere wussten bisher auch nicht, wo das Biosphärenreservat endet und der Acker anfängt. Jetzt wissen sie es wohl. Es ist ein Jammer.

Ich werde mit dieser Angelegenheit an die Öffentlichkeit gehen. Ich erwarte Gesetzesänderungen. Ich erwarte, dass mein Grundstück, mein Leben und das meiner Tiere vor Vergiftungen geschützt wird. Ich lege nicht den geringsten Wert auf irgendwelche Pflanzen"schutz"mittel in Gestalt von Totalherbiziden um mich und meine Tiere herum.

Am Dienstag nach dem Spritzen waren zwei Schulklassen aus Berlin auf der Straße am Feld unterwegs. Es steht nicht mal ein Warnhinweis am Feld! Kinder rennen vielleicht mal auf die grüne Fläche oder stecken auch mal ein Blatt (oder mehrere) in den Mund. Wie weit soll das noch gehen mit der Unachtsamkeit? Auf dem Beipackzettel steht, man darf die behandelten Flächen bis zwei Tage nach der Ausbringung nur mit Schutzanzug und Schutzhandschuhen betreten. Gefahr ernster Augenschäden, reizt die Atmungsorgane, darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Sind diese Warnhinweise, die sogar der Hersteller selbst veröffentlicht, nicht wenigstens ein Warnschild für ahnungslose Spaziergänger oder Besucher der "Perle der Uckermark" wert??

Nun - der RBB, das Pestizidsaktionsnetzwerk, der Brandenburger Landtag, die Uni Leipzig zeigen jedenfalls Interesse an dieser Geschichte. Vielleicht (hoffentlich) zeigt sich auch die Uckermark selbst bald interessierter am Schutz ihrer wertvollsten Güter, nämlich den Naturschönheiten, wegen denen die Besucher diesen Landstrich aufsuchen.

Was den Ausbringer des Mittels und den Besitzer des Feldes betrifft, werfe ich ihnen konkret vor,

- dass jemand der Land besitzt und dieses vergiften will, zumindest vorher den Wetterbericht hören sollte, um sicher zu stellen, dass Nachbarn oder Grundwasser nicht betroffen werden. Es hätte auf Grund der Wetterlage (Unwetter am Tag des Spritzens und viel Regen in der darauffolgenden Nacht und den Tagen danach mit viel Nebelbildungen) an diesem Tag überhaupt nicht gespritzt werden dürfen.

- dass m. E. ungeeignetes Gerät verwendet wurde. Die Düsen befanden sich nicht knapp über dem Erdboden, wie eigentlich üblich bei starken Giften, sondern in ca. 60 bis 80 cm über dem Boden. Das Mittel wurde sehr fein versprüht, schon fast vernebelt. Abdriftspuren in den Bäumen zeigen sich in einer Höhe bis zu drei Metern. Das mag Mittel und Kosten reduzieren, aber auf Kosten der umliegenden Ländereien.

- dass es unterlassen wurde, mich über das Spritzen zu informieren, so dass ich und die Tiere gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt wurden. Da mir außerdem vom Vorbesitzer des Feldes, gestattet wurde, dort Löwenzahn zu ernten und mir der Besitzerwechsel auch nicht mitgeteilt wurde, geschweige denn, dass gespritzt werden soll, kann ich ja froh sein, dass ich die Spritzerei noch insofern rechtzeitig selbst bemerkt habe, um die Wildkräuterernte bzw. Löwenzahnernte vom kontaminierten Feld zum Wohle meiner Kunden zu unterlassen.

Ich erwarte umfassenden Schadenersatz.

Und ich versichere, ich werde mich auf Grund dieser Vorkommnisse öffentlich und politisch engagieren.

Templin, den 31.8.2012

Gabriele Seydel

Etashofer Wildkräuter

biozertifiziert

DE-034-Öko

Gnadenhof "Hammels Hoffnung" 

Telefon 03987 200 704

www.sonnengaertnerei.de/pestmark.htm

 

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NABU Gruppe Suderwick-Spork

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Mittwoch, 2. April 2014
Jagdwesen und Naturschutz im Kreis Borken

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Donnerstag, 27. Februar 2014
NABU zeigt Flagge

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Dienstag, 25. Februar 2014

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Christian Giese

 

 
 
 
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Maiglöckchen(R)

bei Köln,
17.07.2007,
19:48 Uhr
 

Herbizide (Naturgarten allgemein)

 

Hallo Miteinander,

ich habe die Befürchtung, dass mein Nachbar (wir wohnen in einem Zweifamilienhaus) vorhat, dem mit Brennesseln und Brombeeren überwuchterten Stück "Niemandsland" zwischen unseren Gärten mit Herbiziden zu Leibe zu rücken.

Ich dachte aber immer, Herbizide sind nicht mehr frei verkäuflich. Daher also meine Frage: Wer darf so etwas (rechtlich gesehen) benutzen und wer gibt dafür die Genehmigung? Und wie könnte ich das im Falle eines Falles verhindern?

LG Silvia

Gudrun

17.07.2007,
19:56 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

... o mensch Maiglöckchen, gewisse Leute kommen an sowas... grrr
Rede rechtzeitig mit ihm und erbiete dich im Zweifelsfall selbst mit Pappe, Papier und Mulch tätig zu werden:-| Erfolgreichen Eingriff wünscht Gudrun

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
17.07.2007,
20:15 Uhr

@ Gudrun
 

Herbizide

 

» ... o mensch Maiglöckchen, gewisse Leute kommen an sowas... grrr
» Rede rechtzeitig mit ihm und erbiete dich im Zweifelsfall selbst mit
» Pappe, Papier und Mulch tätig zu werden:-| Erfolgreichen Eingriff wünscht
» Gudrun

Ich fürchte, reden bringt da nicht soviel. Gestern hat er in seinem Gartenteil ein wahres "Kettensägenmassaker" veranstaltet...was der gute Deutsche eben so unter Ordnung versteht. Sprich: Alle Büsche sind so kahl, dass da kein Vogel, Igel etc. mehr Schutz findet, alles Blühende wurde ausgerottet, mir blieb fast das Herz stehen, als ich gestern nach Hause kam...Als die morgens loslegten, bat ich darum, wenigstens den Streifen mit Wiesenmargariten, Mohn und Färberkamille an der Einfahrt stehen zu lassen, aber nix da.

Außerdem müßte ich, wenn ich ihn darauf anspreche, seinen Sohnemann "verpfeifen". Der fand es nämlich auch traurig, dass "alle Blumen weg sind" und ließ dann eine Bemerkung fallen, dass "er" vorhabe, "da was draufzusprühen, um die Brennesseln kaputt zu machen". Ich hoffe ja, ich habe den Jungen einfach falsch verstanden, würde meinem Nachbarn aber gerne für den Fall eines Falles was Rechtliches um die Ohren knallen können.

LG Silvia

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
11:42 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

wirklich niemand hier, der sich damit auskennt, wie das rechtlich aussieht? Darf Otto Normalverbraucher einfach so mit Herbiziden um sich sprühen?

Ich habe wirklich Angst, dass der plötzlich hinten im Garten steht und loslegt. Meine Katzen müssen immer durch diesen Gartenteil, um raus oder rein zu können...ich würde ihnen ja sicherheitshalber Hausarrest erteilen, aber dann habe ich hier Randale in der Bude.

LG Silvia

elise

18.07.2007,
11:54 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

Hallo, ich wohnte mal an einem Acker, der mehrmals jährlich mit Metasystox (?) besprüht wurde. Mir wurde übel, der Hund torkelte, Bienen lagen tot im Garten. Als ich mich bei dem Bauern beschwerte, sagte er, das sei zugelassen , und er habe die vorgeschriebenen 3m (oder 5m, ist auch egal, hab ich sowieso überwuchern lassen) Abstand zu den Beerenbüschen eingehalten. Beim Ordnungsamt wurde das bestätigt. Herbizide kannst Du u. a.in der Gärtnerei kaufen. Sie sind zwar in einem abgeschlossenen Schrank untergebracht, den macht aber jeder Verkäufer auf, ohne zu hinterfragen. Das habe ich schon mehrmals erlebt.
Traurig, aber ist so.

Trotzdem sonnige Grüße,

Gerhild

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
12:33 Uhr

@ elise
 

Herbizide

 

» Hallo, ich wohnte mal an einem Acker, der mehrmals jährlich mit Metasystox
» (?) besprüht wurde. Mir wurde übel, der Hund torkelte, Bienen lagen tot im
» Garten. Als ich mich bei dem Bauern beschwerte, sagte er, das sei
» zugelassen.
» Trotzdem sonnige Grüße,
»
» Gerhild

Hallo Gerhild,

da schüttelt es mich schon beim Lesen...wie hoch ist eigentlich das Durchschnittsalter bei konventionell wirtschaftenden Landwirten? ;-)

Ich hatte or einigen Wochen ein Erlebnis in der Gartenabteilung eines Baumarktes, das eher darauf hindeutete, dass das Zeug nicht so einfach zu beschaffen ist. Da wollte ein Typ "irgendetwas" (keine Ahnung, wonach er speziell gefragt hat), um Wildkraut in Pflasterfugen abzutöten. Ihm wurde aber gesagt, dass diese Mittel nicht mehr zulässig seien. Als er nachbohrte, ob es da nicht was anderes gebe, bekam er ebenfalls einen negativen Bescheid. Ich mußte mich schwer beherrschen, da keinen Kommentar abzugeben - und der Typ hatte ein Kleinkind dabei!

Also hatte ich bis jetzt die leise Hoffnung, dass das vielleicht noch für gewerbliche Betriebe (z.B. Landwirte) möglich ist, aber nicht mehr im privaten Bereich.

LG Silvia

moorfrosch

18.07.2007,
13:19 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

hallo,
» ich wohnte mal an einem Acker, der mehrmals jährlich mit
» Metasystox
» » (?) besprüht wurde. Mir wurde übel, der Hund torkelte, Bienen lagen tot
» im Garten.

» da schüttelt es mich schon beim Lesen...wie hoch ist eigentlich das
» Durchschnittsalter bei konventionell wirtschaftenden Landwirten? ;-)

leider hat die problematik des giftsprühens nichts mit dem alter der landwirte zu tun.:-(

da ich, noch immer landwirtin bin (unser landwirtschaftlicher resthof ist immer noch nicht umgeschrieben!!!!!), weiß ich, wie einfach man in genossenschaften, futterhandel, landwirtschaftlichen supermärkten mit giftverkauf etc.... an gifte kommt.

» Also hatte ich bis jetzt die leise Hoffnung, dass das vielleicht noch für
» gewerbliche Betriebe (z.B. Landwirte) möglich ist, aber nicht mehr im
» privaten Bereich.

keiner prüft nach, ob du gewerblich oder als landwirt gifte kaufst. wahrscheinlich nur die ganz achtsamen. genauso, wie auch kindern, oft ohne konrolle alkohol verkauft wird !

lg. von barbara nicht konventionell wirtschaftende, bald nicht mehr landwirtin

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
13:28 Uhr

@ moorfrosch
 

Herbizide

 

» leider hat die problematik des giftsprühens nichts mit dem alter der
» landwirte zu tun.:-(

Sorry, das war ein Mißverständnis. Ich meinte das zu erreichende Alter. Bei soviel Gifteinsatz müßten die doch recht früh den Löffel abgeben (deswegen ja auch der smilie dahinter).

» da ich, noch immer landwirtin bin (unser landwirtschaftlicher resthof ist
» immer noch nicht umgeschrieben!!!!!), weiß ich, wie einfach man in
» genossenschaften, futterhandel, landwirtschaftlichen supermärkten mit
» giftverkauf etc.... an gifte kommt.
»

Gut, es mag einfach sein (der von mir beschriebene Baumarkt war da vielleicht die löbliche Ausnahme) da ranzukommen, mir ging es vor allem darum, ob es Privatleuten von gesetzlicher Seite her auch erlaubt ist. Ich käme ja auch ohne weiteres an Cannabis-Samen, hätte aber vermutlich sofort die Gesetzeshüter im Garten stehen, wenn ich ihn auch anbaue...

Jetzt vielleicht ein wenig OT, aber warum läßt Du das Landwirtschaften denn künftig sein?

LG Silvia

moorfrosch

18.07.2007,
13:45 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

» Ich meinte das zu erreichende Alter.
» Bei soviel Gifteinsatz müßten die doch recht früh den Löffel abgeben
» (deswegen ja auch der smilie dahinter).
ich kenne einige landwirte, die ihre eigenen produkte nicht essen oder trinken :-(
» Gut, mir ging es vor allem
» darum, ob es Privatleuten von gesetzlicher Seite her auch erlaubt ist. Ich
» käme ja auch ohne weiteres an Cannabis-Samen, hätte aber vermutlich sofort
» die Gesetzeshüter im Garten stehen, wenn ich ihn auch anbaue...
das ist ja das problem.wo kein kläger, also auch kein richter.
wann willst du es ihm nachweisen ?
wenn er davon redet, wenn er es spritz, oder wenn es zu spät ist ?
das ist echt ein schwieriges thema. ich hoffe, du kannst mit dem nachbarn eine friedliche lösung finden. eben so, wie es schon in einem anderen beitrag geschrieben ist. biete einfach an, das störende in handarbeit zu entfernen, oder in erträglichem maße in "ordnung" zu halten.
meine nachbarn stört auch meine art, den garagenplatz unkrautfrei zu halten.

ich kann eben nur vor meiner eigenen tür fegen .leider kann ich dir keine
gesetzesvorlage bieten, dem nachbarn das giftspritzen zu untersagen:-|

» Jetzt vielleicht ein wenig OT, aber warum läßt Du das Landwirtschaften
» denn künftig sein?

der hof wurde aus persönlichen gründen verkauft.

lg. von barbara, die auch am liebsten jeden giftversprühenden anzeigen würde. leider geht es nur, "die welt zu retten" im kleinen. ich habe auch unserem hof, der umzingelt war von konventionell wirtschaftenden landwirten
versucht viele vernetzte biotope zu schaffen.
ich hoffe, dass es nicht so schnell von den giftsprühern zurückerobert wird.
ich habe es an Nichtlandwirte verkauft, die hoffentlich nicht wieder alles rückgängig machen.

liebe grüße von barbara

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
13:58 Uhr

@ moorfrosch
 

Herbizide

 

Liebe Barbara,

das Problem ist ja, dass ich offiziell nichts davon weiß. Ihn also auch schlecht ansprechen kann, wenn ich seinem Sohn keine Probleme bereiten will. Der hat es sowieso schon nicht einfach...

Ich habe auch bereits mehrfach angeboten, mich um die besagten Gartenteile zu kümmern. Aber wenn ich das alleine, in einer one-women-show mache, dann geht es eben nicht mal ratz-fatz, sondern Stück für Stück und dann bleibt auch immer mal ein Streifen Brennesseln für die Schmetterlinge stehen...Ich habe für die kurze Zeit da auch schon einiges geschafft, aber die sind leider so gestrickt, dass alles im Handstreich "ordentlich", sprich kahl aussehen soll.

Das hatte ich mir etwas anders vorgestellt, als ich im Frühjahr hier hergezogen bin. Vor allem, da die anderen Nachbarn, die an das Grundstück angrenzen, glücklicherweise ganz anders gestrickt sind und sich auch eher an bunten Streifen mit Wildblumen erfreuen...

LG Silvia

Yarrow(R)

NICHT Landlive! NIEMALS!!!,
18.07.2007,
16:14 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

» die sind leider so gestrickt, dass alles im Handstreich "ordentlich",
» sprich kahl aussehen soll.

Aaaiiiieeeee!! Wenn ich im Zusammenhang mit dem Garten die Worte "ordentlich" oder "gepflegt" höre, werd ich direkt zum HB-Männchen!!!

Habe vor 3-4 Jahren erlebt, wie die neuen, eigentlich ganz netten, aber recht spießigen Nachbarn aus einem netten verwilderten Reihenhaus-Minigärtchen eine betonierte Einöde machten... Kätzchenweide ade... Hainbuchenhecke ade... Clematis, Efeu und Wilder Wein ade, damit war die Sichtschutzwand zwischen uns berankt und sie haben bei sich alles abgemacht... aber natürlich waren das dieselben Ranken wie auf unserer Seite, also hatten wir plötzlich auch nur noch tote, welke Blätter da hängen... Forsythie und Spierstrauch ade... die schönen Fliederbäume, die auf unserer Seite standen, genau über der Grundstücksgrenze abgesägt... eben alles, was Blätter hat und somit "Dreck" macht.

Und dann alles übergepflastert, mit einer Koniferenhecke umringt (immer abwechselnd hell- und dunkelgrün), davor eine Reihe Pflanzsteine mit Fleißigen Lieschen. Und dann noch Gartenzwerge und Gipsmaulwürfe. Und jeden Abend Bier trinken auf der Terrasse bei Schlagermusik. Zum Glück wussten wir damals schon, dass wir da wegziehen wollten...

Es gibt Leute, die verdienen keinen Garten!

So, eben mal Frust abgeladen... :-P

Yarrow

---
... würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
17:21 Uhr

@ Yarrow
 

Herbizide

 

» Aaaiiiieeeee!! Wenn ich im Zusammenhang mit dem Garten die Worte
» "ordentlich" oder "gepflegt" höre, werd ich direkt zum HB-Männchen!!!

Ja, arrrghhhh....Ich habe in den letzten Tagen so manches Mal heftig in die Tischkante gebissen. Heute haben sie dann noch eine Runde Lavendel platt gemacht. Wohlgemerkt: Nicht zurückgeschnitten, sondern vernichtet...Die wohnen ja erst seit zwei Wochen hier, aber als ich im Keller die Batterie ein Weichspülern und Putzmitteln sah, ahnte ich schon Übles...
»
» »
» Und dann alles übergepflastert, mit einer Koniferenhecke umringt (immer
» abwechselnd hell- und dunkelgrün).

Ich dachte immer, diese Art von Friedhofsraketen gibt es gar nicht in "echt", sondern nur in gewissen Gartenkatalogen.

» Es gibt Leute, die verdienen keinen Garten!

Ja, ja, ja! Vor allem, weil das hier wirklich ein Idyll war...Was wollen solche Menschen nur mitten in der Natur? Wenn die ihnen doch solche Angst macht? Und Schlager hören sie auch...
»
» So, eben mal Frust abgeladen... :-P

Ich auch!
»
LG Silvia

Yarrow(R)

NICHT Landlive! NIEMALS!!!,
18.07.2007,
21:19 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

» Ja, ja, ja! Vor allem, weil das hier wirklich ein Idyll war...Was wollen
» solche Menschen nur mitten in der Natur? Wenn die ihnen doch solche Angst
» macht? Und Schlager hören sie auch...

Huch, ich muss mich doch mal erkundigen, ob meine früheren Nachbarn wohl umgezogen sind! Die hatten auch einen Sohn...

Das Schlimme ist: gegen solche Leute ist kein Kraut gewachsen, ich weiß da auch keinen Rat. Nur für den Jungen besteht ja anscheinend noch Hoffnung, vielleicht kannst du dir den ranziehen, der wird dann die Familie als subversives Element unterwandern wie ein Maulwurf... :-P

Yarrow

P.S. Es gibt allen Ernstes Leute, die keinen Lavendel mögen?!?!

---
... würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Gudrun

01.02.2008,
18:12 Uhr

@ moorfrosch
 

"Gifte im Obst werden nicht entdeckt"... sagt greenpeace

 

...und zum 1.2.08 mal wieder eine Bestätigung all' unserer Befürchtungen--->
www.taz.de/1/zukunft/konsum ... von Herrn Krautter , seines Zeichens Chemieexperte. LG Gudrun

Cornelssen(R)

Klimazone 7a, Region Berlin,
01.02.2008,
19:42 Uhr

@ Gudrun
 

"Gifte im Obst werden nicht entdeckt"... sagt greenpeace

 

» www.taz.de/1/zukunft/konsum ... von Herrn Krautter , seines
» Zeichens Chemieexperte. LG Gudrun

das ging gestern auch durchs Netz:

Link
und:
Link

@ Silvia: wenn die Herrschaften erst vor 2 Wochen eingezogen sind, kannst Du Dich bei nächster Gelegenheit bei Ihnen dafür bedanken, dass sie von vornherein klar gestellt haben, dass sie Konfrontationskurs fahren und keine guten Nachbarn sein wollen. Vielleicht veranlasst sie das, sich laut über Dich zu wundern und Du kannst sie im Gespräch von der Vorstellung lösen, sie seien Chef im Kiez und alles müsse nach ihrer Pfeife tanzen. Ich habe sowas auch mal erlebt: markierte den dicken Max, versuchte die Umgebung zu thyrannisieren und war irgendwann todunglücklich, weil die gesamte Nachbarschaft schon wenige Wochen nach dem Zuzug die Herrschaften unmissverständlich schnitt: keine Auskunft, wo der nächste Schuster ist, keine Annahme von Päckchen etc. Man signalisierte deutlichst Distanz - bis er buchstäblich in Tränen ausbrach und fragte: "Was hab`ich denn gemacht?" - blöde Frage!

Hast Du mal daran gedacht, die zuständige Umweltbehörde "um Rat zu bitten"?

LG - Inse

Nachtrag: langsam geht mir die Werbung hier auf den Geist. Die werben hier für Roundup!

---
IC

weide8(R)

Hille,
01.02.2008,
20:34 Uhr

@ Gudrun
 

"Gifte im Obst werden nicht entdeckt"... sagt greenpeace

 

» ...und zum 1.2.08 mal wieder eine Bestätigung all' unserer
» Befürchtungen--->
... von Herrn Krautter , seines
» Zeichens Chemieexperte. LG Gudrun

hier der link, der andre funktionierte nicht:
KrautterLink

beflissen;-)
weide

---
[image]

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
05.02.2008,
21:39 Uhr

@ weide8
 

"Gifte im Obst werden nicht entdeckt"... sagt greenpeace

 

Danke für die links, Gudrun und Inse. Überrascht mich allerdings nicht so sehr...ich denke, um all den Giften auf die Spur zu kommen, bedarf es sehr differenzierter Analysemethoden. Und wer wendet schon die Zeit und das Geld auf?

@Inse: Nee, den dicken Maxe lässt der nicht raushängen, zum Glück. Der ist halt nur sehr wenig bewußt...so ein Typ, dessen Wahlspruch auch hätte sein können: "Mein Auto fährt auch ohne Wald".

Zum Glück hat er auch nichts gespritzt...die Brennesseln wuchterten munter weiter. Das hier ist ein Zweifamilienhaus und er ist gleichzeitig Angestellter der Vermieterin, quasi so eine Art Mädchen für alles und die Wohnung ist so eine Art Dienstwohnung. Und wenn die Vermieterin angesagt hat, dass der Garten "gemacht" werden muss, verstand der halt "Kettensägenmassaker" darunter.

Bei der Umweltbehörde habe ich nicht nachgefragt, aber beim BUND, weil ich da eh Mitglied bin. Und bekam dort die Auskunft, dass Herbizide (zumindest die frei verkäuflichen wie z.B. Roundup nicht verboten sind), was ich bis zu dem Zeitpunkt dachte).

Die Situation hat sich mittlerweile sowieso verändert, da meine Vermieterin offenbar so hochverschuldet ist, dass das Haus unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Es kann also sein, dass ich Anfang nächsten Jahres wieder umziehen muss. Es sei denn, ich gewinne im Lotto, dann kaufe ich das Haus...Denn, wo werde ich wieder etwas mit soviel Grün um mich herum finden?

Ich hab hier übrigens nirgendwo Werbung für Roundup gesehen. Habe ich die Werbung-Ausblende-Brille auf, oder haben sie die nach Deinem Protest wieder entfernt? Nachtrag: Jetzt habe ich es auch gesehen...Was hat das denn hier zu suchen?

LG Silvia

Tango(R)

Dachauer Land, Oberbayern,
05.02.2008,
21:57 Uhr

@ Maiglöckchen
 

"Gifte im Obst werden nicht entdeckt"... sagt greenpeace

 

»
» Ich hab hier übrigens nirgendwo Werbung für Roundup gesehen. Habe ich die
» Werbung-Ausblende-Brille auf, oder haben sie die nach Deinem Protest wieder
» entfernt? Nachtrag: Jetzt habe ich es auch gesehen...Was hat das denn hier
» zu suchen?
Hallo Silvia,
ganz einfach (bzw. so einfach wie "dumm"): Das ist ein Programm, das gezielt nach Schlagwörtern im Strangthema sucht, und dann automatisch entsprechende Werbung einblendet. Ist mir schon letzte Woche aufgefallen.
Geh mal in den Faschingsstrang, da wird auch für Faschingskostüme geworben.
Schöne automatisierte Werbewelt...
LG,
Anita

---
LG,
Anita

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
05.02.2008,
22:05 Uhr

@ Tango
 

"Gifte im Obst werden nicht entdeckt"... sagt greenpeace

 

» »
» » Ich hab hier übrigens nirgendwo Werbung für Roundup gesehen. Habe ich
» die
» » Werbung-Ausblende-Brille auf, oder haben sie die nach Deinem Protest
» wieder
» » entfernt? Nachtrag: Jetzt habe ich es auch gesehen...Was hat das denn
» hier
» » zu suchen?
» Hallo Silvia,
» ganz einfach (bzw. so einfach wie "dumm"): Das ist ein Programm, das
» gezielt nach Schlagwörtern im Strangthema sucht, und dann automatisch
» entsprechende Werbung einblendet. Ist mir schon letzte Woche aufgefallen.
» Geh mal in den Faschingsstrang, da wird auch für Faschingskostüme
» geworben.
» Schöne automatisierte Werbewelt...
» LG,
» Anita

Da wäre ich nie drauf gekommen...Na, solange sie mich nicht auch noch per PC beduften, um mich in die rechte Kaufstimmung zu versetzen:-D

Trotzdem finde ich Werbung für so ein Produkt in einem Öko-Garten-Forum doch leicht (um es mal vorsichtig auszudrücken) deplaziert.

LG von Silvia, an der Karneval zwar völlig vorbeigegangen ist, jetzt aber trotzdem mal in den Strang schaut.

Lanja

18.07.2007,
13:26 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

» um Wildkraut in Pflasterfugen abzutöten. Ihm wurde
» aber gesagt, dass diese Mittel nicht mehr zulässig seien.

Da ist das "Problem" nicht, das Gift zu bekommen, vielmehr ist es verboten, selbiges auf Wegeflächen einzusetzen. Da darf man nicht einmal mit Hausmittelchen ran (Essig oder so) - ist eine Ordnungswidrigkeit (in D) und mit ziemlich saftiger Geldbuße verknüpft.
LG
Lanja

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
13:31 Uhr

@ Lanja
 

Herbizide

 

» » um Wildkraut in Pflasterfugen abzutöten. Ihm wurde
» » aber gesagt, dass diese Mittel nicht mehr zulässig seien.
»
» Da ist das "Problem" nicht, das Gift zu bekommen, vielmehr ist es
» verboten, selbiges auf Wegeflächen einzusetzen. Da darf man nicht einmal
» mit Hausmittelchen ran (Essig oder so) - ist eine Ordnungswidrigkeit (in
» D) und mit ziemlich saftiger Geldbuße verknüpft.
» LG
» Lanja

Hallo Lanja,

habe ich das jetzt richtig verstanden: Ich dürfte mein Staudenbeet gnadenlos mit Gift traktieren, aber den gepflasterten Weg daneben nicht?

LG Silvia

Lilli(R)

südlichster Niederrhein,
18.07.2007,
14:23 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

Hallo Silvia,

» habe ich das jetzt richtig verstanden: Ich dürfte mein Staudenbeet
» gnadenlos mit Gift traktieren, aber den gepflasterten Weg daneben nicht?

soweit ich weiß, ist das rechtlich landesunterschiedlich geregelt und ist in NRW der private Gebrauch von Herbiziden verboten, also auch bei Stauden.
Das hab ich jedenfalls so in Erinnerung, ganz sicher weiß ich's nicht. Da könnte man aber doch mal bei Stadt, Kreis oder Land anrufen oder im internet schauen?

Liebe Grüße, Lilli

---
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
15:10 Uhr

@ Lilli
 

Herbizide

 

» soweit ich weiß, ist das rechtlich landesunterschiedlich geregelt und ist
» in NRW der private Gebrauch von Herbiziden verboten, also auch bei
» Stauden.
» Das hab ich jedenfalls so in Erinnerung, ganz sicher weiß ich's nicht. Da
» könnte man aber doch mal bei Stadt, Kreis oder Land anrufen oder im
» internet schauen?
»
» Liebe Grüße, Lilli

Vielen Dank, Lilli...das ist ja schon mal was. Und auf die Idee, mal beim Landkreis nachzufragen, bin ich noch gar nicht gekommen.

LG Silvia

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
18.07.2007,
15:21 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

Hallo Ihr,

so, ich habe mich jetzt mal ans Telefon gehängt. Der Einsatz von Herbiziden ist in Privatgärten nicht verboten...Es gibt da wohl noch diverse Mittel, die in Gartencentern erhältlich sind.

Weitere Kommentare dazu verkneife ich mir lieber...

LG Silvia

Lanja

19.07.2007,
00:06 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

» Hallo Lanja,
»
» habe ich das jetzt richtig verstanden: Ich dürfte mein Staudenbeet
» gnadenlos mit Gift traktieren, aber den gepflasterten Weg daneben nicht?
»
» LG Silvia

So ist mein Wissensstand. Verstehen tu ich die Logik nur insofern, als die Herbizide ja angeblich "unschädlich" sind und im Boden abgebaut werden (mein Vater belegt die Ungefährlichkeit von RoundUp damit, dass man ja schon nach x Tagen wieder was pflanzen kann). Allerdings dürfen sie nicht über die Kanalisation entsorgt werden, und dahin werden sie ja auf gepflasterten Wegen gespült.

betulapferd(R)

Homepage

Rahden NRW,
19.07.2007,
00:56 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

» Ich hatte or einigen Wochen ein Erlebnis in der Gartenabteilung eines
» Baumarktes, das eher darauf hindeutete, dass das Zeug nicht so einfach zu
» beschaffen ist.

Gerade gestern habe ich in einem Natur&Kosmosheft gelesen, dass sie mit "versteckter Kamera" in einem Raiffeisenmarkt nach Herbiziden gefragt hatten, die eigntlich vom Gesetztgeber nicht mehr zulässig sind. In den Verkaufsräumen wurde der Arikel auch gar nicht verkauft, aber auf diese Nachfrage hin ging man wohl über den Hof in einen abgelegenen Raum, der voll mit diesen Produkten war. Und es war völlig unproblematisch an dieses Gift heranzukommen. Nicht mal eine Bemerkung über die Giftigkeit wurde ausgesprochen...
Das gibt einem doch schwer zu denken, oder?

Liebe und traurig entsetzte Grüße von Elke

---
alles hat seinen sinn und jedes hat seine zeit

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
19.07.2007,
01:25 Uhr

@ betulapferd
 

Herbizide

 

@Yarrow: Ob die Lavendel mögen, weiß ich nicht. Ich schätze mal, die erkennen so etwas einfach nicht. Hier am Treppenaufgang gab es auch zwei Nachtkerzen, die so wunderbar geduftet haben. Die sind auch platt. Glockenblumen und Waldmeister ebenso. Die werden wahrscheinlich im nächsten Jahr durch Eisbegonien ersetzt und etwas, was hierher passt wie Schnee in die Sahara. Sohnemann scheint wirklich etwas aus der Art geschlagen zu sein, aber das mit den subversiven Elementen dürfte schwer sein. Papa liegt nämlich auf der Lauer und wehe, der Kleine schaut sich zulange die Blumen in meinem Garten an, dann wird sofort zurückgepfiffen.

@Lanja: Na, das ist ja echt eine tolle Logik. In die Kanalisation darf das Zeug nicht, aber im Grundwasser, da ist es egal? Was Deinen Vater angeht, so etwas kenne ich aus der Familie auch. Man redet sich Fransen an den Mund, aber nichts fruchtet.

@Elke: Aber warum soll ich ein nicht zugelassenes Herbizid verlangen, wenn es offenbar so viele gibt, die ich einfach so kaufen kann?
Traurig und entsetzt bin ich auch, besonders, wenn ich aus dem Haus gehe und nicht mehr dieses grüne Idyll, diese üppig blühende Wiese, keinen Mohn, keine Margariten mehr sehe, überhaupt nichts Blühendes mehr und das mitten im Sommer, die völlig zerstörten Büsche...ich verstehe einfach nicht, wie man so überhaupt kein Empfinden für diese Schönheit haben kann.

Sorry, das wurde jetzt was lang, aber in mir gärt es gerade ein wenig

LG Silvia

disteg-resopeg

02.08.2007,
19:16 Uhr

@ Maiglöckchen
 

Herbizide

 

So, um mal Eines klarzustellen:

Es ist NICHT verboten, auf seinem privaten Grundstück Unkrautvernichter (Herbizide) anzuwenden.
Jeder kann damit Unkrautbewuchs vernichten, ganz egal ob es Rasen, Löwenzahn, Brennesseln oder was anderes ist.

Nur die Anwendung auf befestigten Flächen (sprich Wege/Plätze) ist strenger geregelt.
Aber wenn dein Nachbar damit seinen Garten und damit die Brennesseln behandel will, kannst DU ÜBERHAUPT NICHTS MACHEN!

Weder persönlich noch rechtlich!


Es gibt sehr viele Herbizide wie Roundup, etc. ALLES für den Kleingarten- und somit Privatbereich zugeslassen !!!


Übrigens: Metasystox ist ein insektizid und hat mit Unkraut GAR NIX zu tun....

Helmut(R)

02.08.2007,
19:37 Uhr

@ disteg-resopeg
 

Herbizide

 

Hallo disteg-resopeg,

ob Du Recht hast oder nicht kann und will ich nicht beurteilen. Aber ich kann beurteilen, daß Du einen sehr schlechten Tonfall angeschlagen hast. So wird hier nicht diskutiert.

Helmut

» So, um mal Eines klarzustellen:

Yarrow(R)

NICHT Landlive! NIEMALS!!!,
02.08.2007,
19:55 Uhr

@ disteg-resopeg
 

Herbizide

 

disteg-resopeg schrieb:
» Es ist NICHT verboten, auf seinem privaten Grundstück Unkrautvernichter
» (Herbizide) anzuwenden.

Es gibt auf Erden vieles, was NICHT verboten ist - notorisch lügen, fremdgehen, saufen, ein Vermögen verspielen, Kinder anbrüllen und seelisch fertigmachen, um nur ein paar Beispiele zu nennen - aber wer ein soziales Gewissen bzw. einen gesunden Menschenverstand hat, nimmt trotzdem davon Abstand.

Wenn ein Teufelszeug wie RoundUp in Privatgärten nicht verboten ist, dann heißt das nicht, das dessen Anwendung völlig in Ordnung ist, sondern dass die Gesetzgebung dringend reformiert gehört. DDT war schließlich auch mal nicht nur erlaubt, sondern sogar empfohlen - zum Einstäuben von Pelzmänteln gegen Motten, von Hunden gegen Flöhe, von Betten gegen Wanzen...

Aus deiner heftigen Reaktion schließe ich, dass du entweder mit Herstellung bzw. Vertrieb derartiger Substanzen zu tun hast, oder dass du einfach nicht über deinen Tellerrand rausgucken magst und dir die Einsicht für größere Zusammenhänge abgeht. Damit wirst du hier keine Freunde finden, und mit deinem unsachlichen Ton schon gar nicht.

Du sagst allerdings in deinem Eintrag mit keinem Wort, dass du FÜR die Anwendung von Herbiziden bist, zu diesem Schluss bin ich nur durch deinen Ton gekommen. Vielleicht - hoffentlich - tu ich dir ja Unrecht mit dieser Einschätzung. In dem Fall hol einfach mal tief Luft und versuche dein Anliegen so vorzubringen, dass man sich damit befassen mag.

Yarrow

---
... würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
02.08.2007,
20:04 Uhr

@ Yarrow
 

Herbizide

 

@Helmut,

ich habe gerade beim Lesen auch erst einmal gestutzt und mich gefragt: Was ist denn nun los? Wollte schließlich nur wissen, wie die Rechtslage aussieht...Was mein gutes Recht ist, wenn direkt unter meinem Küchenfenster mit Giften (egal ob legal der nicht) hantiert wird.

@Yarrow, danke, Du warst schneller als ich...Ich benutze bei solchen Diskussionen gerne mal das schöne Stichwort: "Asbest". Die Roundup-Lobby scheint sich ja ziemlich in der Ecke zu fühlen, wenn solche Töne angeschlagen werden.

LG Silvia

Martin(R)

Schwäbisch Gmünd,
03.08.2007,
00:16 Uhr

@ Yarrow
 

Herbizide

 

Ich weiß nicht, ob ich schon mal was zu diesem Themenbereich geschrieben hab, aber Ihr wißt ja, daß ich ca. zweieinhalb Jahrzehnte Gärtner war. Da kriegt man schon manches mit.
Zum Beispiel gelten die Zulassungen auf dem deutschen Markt für Pflanzenschutzmittel immer nur kurzfristig, wohl immer nur ein Jahr, so daß ein Mittel mal zugelassen ist und mal nicht. Bestand keine Zulassung, war es trotzdem kein Problem an das Mittel ranzukommen (wohlgemerkt für Profis). Entweder es wurde bar ohne Rechnung bezahlt, wenn es Restbestände waren oder es war ein Import aus einem Land, in dem das Mittel gerade zugelassen war (meistens Holland oder Frankreich, wenn ich mich richtig erinnere) und auf der Rechnung oder dem Lieferschein stand dann ganz pauschal Pflanzenschutzmittel. Dann konnte man auch mit nicht zugelassenen Mitteln fröhlich weitergiften. Die Gebrauchsanweisung in Französisch oder Holländisch konnte zwar keiner lesen, aber man kannte das Mittel ja aus seiner deutschen Zeit und unter anderem Namen.
Auf ähnliche Weise werden die Zulassungen der Mittel garantiert auch in der Landwirtschaft umgangen, so daß ich behaupten würde, daß jedes Mittel, das in irgendeinem EU-Land zugelassen ist, auch bei uns ohne große Umstände zu bekommen ist, wenn man es will weil man es kennt. Ich hab da oft genug Mittel ohne Zulassung vom Gärtnerbedarf heimgebracht, weil mein Chef dies wünschte (die dann im nächsten Jahr vielleicht auch wieder zugelassen waren).

Im normalen Hobbygärtner-Gartencenter bekommt man solche harten Hämmer aber meistens nicht, da gibts nur aktuell für Hobbygärtner zugelassene Sachen, die aber auch schwere Kaliber sein können. Da sollte auch noch etwas mehr die Zulassung verlieren.

Die Lebenserwartung der Chemie-Bauern und -Gärtner wäre eine Studie wert. Ich hab ja selbst erlebt, wie sorglos mit dem Gift umgegangen wird. Nur lassen sich bestimmte Krankheiten oft nur schwer bis gar nicht auf den Kontakt mit den Giften zurückführen. Schutzmaßnahmen werden nur unzureichend eingehalten und daß da keine Spätschäden auftreten kann ich mir nicht vorstellen. Das kann ja auch erst nach Jahren auftreten, wenn der Auslöser gar nicht mehr gefunden werden kann.

Nachdenkliche Grüße,

Martin

---
Gärtnern ist Leben!

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
03.08.2007,
00:34 Uhr

@ Martin
 

Herbizide

 

Hallo Martin,

danke für Deine Ausführungen. Ähnliches habe ich auch schon mehrfach gelesen...Hier in Deutschland bekomme ich es nicht mehr, also fahre ich mal flott über die Grenze.

Da Du Gärtner bist, würde es mich aber sehr interessieren, mehr über Deine Erfahrungen+Meinung dazu zu hören.

Was die Spätfolgen angeht: Das ist ja gerade die crux, wie will man nach 10 oder 20 Jahren noch Ursache und Wirkung trennen? War es das "Gift", was ich gespritzt habe, war es die Raucherei, war es die Ernährung oder das Kohlekraftwerk wenige Kilometer entfernt? Wer ist da noch in der Lage, etwas nachzuweisen?

Das ist jetzt einfach nur meine ganz persönliche Meinung, aber etwas, was in der Lage ist, sehr vitale Pflanzen wie Giersch, Brennesseln etc. einfach so platt zu machen, das kann einfach nicht gut für den Gesamtorganismus Natur sein.

Aber wie gesagt: Wäre schön, wenn ich da von Dir als Mann vom Fach noch mehr erfahren könnte.

LG Silvia

Maiglöckchen(R)

bei Köln,
02.08.2007,
20:20 Uhr

@ disteg-resopeg
 

Herbizide

 

» So, um mal Eines klarzustellen:
»
» Es ist NICHT verboten, auf seinem privaten Grundstück Unkrautvernichter


Bei diesem Kenntnisstand waren wir übrigens schon längst angelangt. Der erhobene Zeigefinger wäre also wirklich nicht nötig gewesen.

Silvia

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